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| Verkehr

Gemeinderat von Rüegsau lehnt MyBuxi Mitfinanzierung ab

Seit einigen Jahren ist der Fahrdienst MyBuxi, als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr, auch in der Gemeinde Rüegsau aktiv. Dabei handelt es sich um einen privaten Fahrdienst, der eine mögliche Ergänzung zum öffentlichen Verkehr bietet. Dies insbesondere in Zeiten und Gebieten, in denen der bestehende öffentliche Verkehr (Busbetrieb) eingeschränkt oder nicht vorhanden ist.

Das Angebot richtet sich unter anderem an ältere Menschen, Jugendliche, Pendlerinnen und Pendler, Wanderer usw. im Einzugsgebiet der Gemeinden Affoltern, Heimiswil, Hasle b.B. Lützelflüh und Rüegsau.

Aufgrund verschiedener Anfragen aus der Bevölkerung (wie auch vom Anbieter selbst), hat sich der Gemeinderat in den vergangenen Jahren mehrmals mit der Frage nach einer finanziellen Beteiligung an MyBuxi befasst. Dabei wurde das Bedürfnis durch den Gemeinderat nicht hinterfragt, die Begehren jedoch aus finanziellen Gründen stets abgelehnt.

Nach erneuten Anfragen im laufenden Jahr hat sich der Gemeinderat entschlossen, bei der Bevölkerung der Gemeinde Rüegsau eine Bedürfnisumfrage zum Angebot von “Mybuxi” durchzuführen. Mit der Umfrage wollte der Gemeinderat in Erfahrung bringen, ob die Bevölkerung das Angebot begrüsst und nutzt sowie damit einverstanden ist, dass die Gemeinde das private Transportangebot mit jährlich rund 40’000 Franken unterstützt.

Während der Antwortfrist haben insgesamt nur 73 Personen an der Befragung teilgenommen. Gemessen an der Anzahl der potentiellen Nutzer (alle Einwohnende der Gemeinde Rüegsau ab dem 15 Altersjahr) haben sich bloss 2,6 % der möglichen Nutzer an der 2 Umfrage beteiligt. Der Gemeinderat wertet die sehr schwache Beteiligung an der Befragung als insgesamt tiefes Interesse am Nutzungsangebot des privaten Transportdienstes.

Geographisch stammen 58 % der Rückmeldungen aus dem Siedlungsgebiet Rüegsauschachen und 42 % aus den Siedlungsgebieten Rüegsau und Rüegsbach. 82 % der Rückmeldungen begrüssen eine Mitfinanzierung durch die Gemeinde, demgegenüber geben aber 78 % der an der Umfrage Teilnehmenden an, das Angebot nicht oder nur gelegentlich zu nutzen.

Die sehr geringe Interessenbekundung an dem privaten Transportdienst rechtfertigt nach Ansicht des Gemeinderates keine jährliche Mitfinanzierung durch die Gemeinde im Umfang von 40’000 Franken. Dieser Beitrag würde im Übrigen nur dazu beitragen, dass die kleine Zahl von Nutzenden dieses Transportdienstes von einer Vergünstigung der Transportkosten und zusätzlichen Haltepunkten profitieren können. Aus all diesen Gründen lehnt der Gemeinderat die finanzielle Unterstützung des privaten Transportdienstes “Mybuxi” abschliessend ab. (pd)

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