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Freude, Druck und grosse Momente: Eine Saison zum Erinnern

Am Freitagabend ehrte der Schwingklub Zäziwil seine erfolgreichen Athlet:innen. Jasmin Gäumann wurde Schwingerkönigin, Michael Moser gewann den eidgenössischen Kranz. Im Rückblick sprechen beide über Emotionen, Druck und die Bedeutung ihres Klubs.

Die Saison 2025 war für den Schwingklub Zäziwil ein besonderer Höhepunkt. Innerhalb von nur zwei Wochen sorgten gleich zwei Mitglieder für Schlagzeilen: Zuerst Jasmin Gäumann am Eidgenössischen Frauen- und Mädchenschwingfest in Huttwil, dann Michael Moser am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis. Am vergangenen Freitagabend wurden beide gemeinsam im Klub in Zäziwil gefeiert.

Für Gäumann ging in Huttwil ein langjähriger Traum in Erfüllung. "Ich wollte seit vielen Jahren Königin werden und war schon mehrmals ganz nah dran", erzählt sie. "Darum war die Entscheidung eine riesige Erleichterung. Vorher war ich unglaublich nervös." Nur eine Woche später stand Moser in Mollis im Fokus. Als Favorit musste er gleich zu Beginn gegen den Schwingerkönig Joel Wicki antreten. "Das hat im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt, auch unter den Schwingern selbst. Aber für mich war es eine Ehre, gegen so einen grossen Namen antreten zu dürfen", sagt er. Mit dem Gewinn des eidgenössischen Kranzes erfüllte er sich ein grosses Ziel: "Es war eine riesige Freude, als ich wusste, jetzt habe ich den Kranz. Ich habe so viel investiert, da war es einfach nur schön." Trotz aller Anspannung war für beide die Freude stets wichtiger als der Druck. "Ich kämpfe mehr mit dem Druck, den ich mir selbst mache", erklärt Moser.

Neben den sportlichen Erfolgen engagieren sich beide auch für ihren Verein. Gäumann ist im Vorstand aktiv, Moser ist seit seiner Kindheit Mitglied. "Der Klub ist mein Leben", sagt er. "Ich konnte so viel profitieren, dass ich unbedingt etwas zurückgeben will." Die enge Verbundenheit zeigte sich auch am Fest in Huttwil, wo Moser seine Teamkollegin unterstützte. "Das hat mich sehr gefreut", sagt Gäumann. "Allgemein war es schön, weil ich so viele bekannte Gesichter getroffen habe." Der Zusammenhalt sei wichtig, auch wenn es offensichtlich ist, dass der Frauen Schwingsport viel weniger Aufmerksamkeit erhält. "Die Frauen sollten viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, sie hätten es verdient", betont Moser. Gäumann bestätigt die Unterschiede, fühlt sich im eigenen Klub jedoch sehr gut aufgehoben: "Ich freue mich, dass ich in Zäziwil so dazugehöre und unterstützt werde."

Nach einer kurzen Pause wollen beide bald wieder ins Training einsteigen. Ihr Ziel ist klar: auch in der kommenden Saison wollen sie vorne mitmischen.

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