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| Wirtschaft

Wie ein Emmentaler Unternehmen mit den US-Zöllen umgeht

Seit Anfangs April und bis zum 1. August sind die von den USA angekündigten Zölle auf Schweizer Produkte in Kraft. Wie es weitergeht, ist aktuell noch nicht klar. Die Zölle belasten die Berner Wirtschaft spürbar, heisst es vom Handels- und Industrieverein Kanton Bern. Eines der betroffenen Unternehmen ist die Eggiwiler Zaugg AG.

Die Zaugg AG Eggiwil entwickelt und produziert Geräte für die Schneeräumung sowie die Bearbeitung von Skipisten. Die Firma beschäftigt laut eigenen Angaben 170 Mitarbeitende im Emmental. Ihre Geräte sind in über 40 Ländern weltweit im Einsatz, unter anderem auch in den USA. Sie seien daher direkt von den US-Zöllen betroffen, erklärt CEO Wilhelm Rieder. "Wir haben in den letzten zwei Jahren rund 15 Prozent des Umsatzes in Amerika gemacht. Aktuell spüren wir eine riesengrosse Zurückhaltung der US-Kunden."

Die Situation sei schwierig. Vor allem die Unsicherheit mache ihnen zu schaffen. "Die Verlässlichkeit der Trump-Regierung fehlt. Es ist nicht klar, was passiert", so Rieder weiter. Während andere Länder mittlerweile wissen, mit was für einem Zollsatz sie ab August rechnen müssen, herrscht in der Schweiz weiter Unklarheit.

Umgehungs- oder Ausweichmöglichkeiten gebe es nicht oder kaum. Sie seien den Zöllen ausgeliefert, sagt Wilhelm Rieder. Eine Idee wäre es, in den USA selbst zu produzieren. "Das ist aber keine kurzfristige Möglichkeit. So eine Produktion aufzubauen braucht Zeit", betont der Geschäftsführer der Eggiwiler Zaugg AG.

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