(Bild: neo1, Michael Remund)
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Trockenheit belastet Berner Bauernbetriebe zunehmend
Die anhaltende Trockenheit belastet viele Berner Bauernbetriebe. Der Berner Bauern Verband will mit einer Umfrage herausfinden, wo die grössten Herausforderungen liegen und welche Unterstützung nötig ist.
Die Trockenheit hinterlässt in der Berner Landwirtschaft zunehmend Spuren. Betroffen sind unter anderem die Erträge, die Futterversorgung und die Tierhaltung. Der Berner Bauern Verband hat deshalb eine Umfrage bei seinen Mitgliedern gestartet. Damit will der Verband ein genaueres Bild der aktuellen Situation erhalten. Erste Rückmeldungen seien bereits eingegangen, sagt Verbandspräsident Jürg Iseli: "Wir sind um jede Rückmeldung froh, damit wir uns ein Bild machen können. Der Rücklauf ist nicht schlecht, es sind recht viele Umfragen zurückgekommen." Die Ergebnisse sollen als Grundlage für Gespräche mit Behörden und Politik dienen. Zudem will der Verband die Bauern untereinander besser vernetzen und bei der Suche nach zusätzlichem Futter unterstützen.
Besonders die Futterversorgung bereitet vielen Betrieben Sorgen. Weil die Felder wegen der Trockenheit weniger Ertrag liefern, müssen einige Bauern auf Vorräte zurückgreifen, die eigentlich für den Winter gedacht wären. "Es ist sehr kritisch", sagt Jürg Iseli. Die Situation führen dazu, dass Bauern Tiere schlachten müssen, weil das Futter nicht ausreicht. Gleichzeitig gebe es auch im Handel kaum zusätzliches Futter, da die Hitze in vielen Teilen Europas die Landwirtschaft belaste.
Der Bauern Verband fordert zudem, dass die zusätzlichen Kosten nicht allein von den Produzenten getragen werden. Besonders in der Milchbranche brauche es eine Anpassung der Preise, damit die Betriebe die höheren Ausgaben auffangen können. Neben den finanziellen Sorgen beschäftigt den Verband auch die psychische Belastung der Bauernfamilien. "Die psychische Belastung ist gross, auch durch die finanziellen Ängste. Und das ist die Herausforderung für uns vom Verband", sagt Iseli.
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