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| Landwirtschaft | Vermischtes

Trockenheit setzt den Berner Wäldern massiv zu

Braune Blätter mitten im Sommer: Die anhaltende Hitze und Trockenheit hinterlassen im Wald deutliche Spuren. Fachleute warnen vor langfristigen Schäden und sehen den Waldumbau als wichtigen Schritt für die Zukunft.

Die Blätter verfärben sich und fallen zu Boden.
Der Wald sieht an manchen Orten bereits aus wie im Herbst.

Hitze und vor allem die anhaltende Trockenheit setzen dem Wald stark zu, bestätigt der Präsident der Berner Waldbesitzer, Beat Zaugg. Aktuell gehe es dem Wald gar nicht gut. "Die Bäume sind gestresst durch die Trockenheit. Am besten sieht man es bei der Buche, welche sich verfärbt wie im Herbst. Die Wasserversorgung ist zu gering für die Baumkrone. Früher oder später sterben die Baumkronen oder die ganzen Bäume ab", erklärt Beat Zaugg.

Der anhaltende Stress wirke sich auch langfristig auf die Gesundheit der Bäume und des Waldes aus. "Dies bietet Angriffsfläche für andere Schadensorganismen. In den nächsten zwei bis drei Jahren werden sich die Bäume nicht erholen oder gehen zum Teil ein. Auch der Jungbestand, also Aufforstungen von diesem Frühjahr, wird ein grosser Ausfall haben", zeichnet Beat Zaugg ein düsters Bild des Waldes.

Kurzfristig könnten die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer wenig unternehmen. Es brauche vor allem genügend Regen. "Wenn die Leute sagen: Jetzt ist es genug mit Regen! Sollte es gleich nochmal einen Monat weiter regnen um den Wald wirklich von der Trockenheit zu befreien", meint der Präsident der Berner Waldbesitzer.

Ansonsten gelte es, ältere Bäume gezielt zu nutzen und den Wald zu verjüngen, betont Beat Zaugg. Jüngere Bäume kämen mit den veränderten Klimabedingungen besser zurecht. Langfristig brauche es zudem teilweise andere und stärker durchmischte Baumarten im Wald, die Trockenheit besser vertragen.

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