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Teile des Sumiswalder Forums werden zur Asylunterkunft

Das in einem finanziellen Engpass steckende Freizeit- und Sportzentrum Forum am Dorfrand von Sumiswald wird in den kommenden Jahren zum Teil als Asylunterkunft genutzt.

Mit der vorübergehenden Umnutzung eines Teils der Sport- und Freizeitanlagen als Integrationszentrum sei eine gute Lösung gefunden worden, zeigte sich die Forum Sumiswald AG in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Kanton und der Gemeinde überzeugt.

Dank der Zwischennutzung stehe nun genügend Zeit zur Verfügung, um die Neuausrichtung und die Planung für die weitere Zukunft des Forums anzugehen. Das Zentrum kämpft schon länger mit finanziellen Schwierigkeiten. "Diese Zwischenlösung nimmt uns Druck weg", sagt Verwaltungsratspräsident Hans Grunder im Interview mit neo1, "und natürlich bringt es finanziell etwas ein." Weiter soll das Gebäude nicht einfach leer stehen. 

2020 schoss die Gemeinde 850'000 Franken in Form eines zinslosen Darlehens ein, um das Zentrum vor dem Konkurs zu retten. Die Reparaturen an der Infrastruktur häufen sich und nun drohen auch noch massiv höhere Stromkosten wie Verwaltungsratspräsident, wie alt Nationalrat Hans Grunder Ende September sagte. Das Hallenbad geht Ende Jahr deshalb zu. "Es ist unser Ziel, dass wir das Forum möglichst nach denn drei Jahren wieder voll nutzen können. Also mit Hallenbad", sagt der Gemeindepräsident Fritz Kohler auf Anfrage von neo1. "Wir müessen nun eine Übersicht machen. Dies ist unser oberstes Ziel. Damit wir danach wissen wie weiter."

Keine abgewiesenen Asylsuchenden

Das Forum soll als Kollektivunterkunft sowie als Sport- und Freizeitanlage genutzt werden. Nach Angaben des Kantons zeigten Erfahrungen in anderen Anlagen, wie zum Beispiel im Campus in Huttwil, dass die Kombination eines öffentlichen Betriebs und einer Flüchtlingsunterkunft gut funktionieren könne.

Grundsätzlich sollen keine abgewiesenen asylsuchenden Personen in dieser Unterkunft betreut werden. Aufgrund der aktuell ungewissen Situation im Migrationswesen ist noch unklar, aus welchen Ländern die Flüchtlinge kommen werden, die in Sumiswald untergebracht werden. "Es werden viele Befürchtungen und so auch Herausforderungen auf die Gemeinde zu kommen. Wir wollen dies nicht schön reden", sagt Fritz Kohler. Eine Herausforderung bringen die schulplflichtigen Kinder, welche in der Asylunterkunft wohnen werden, mit sich. "Wir möchten, dass die Kinder schon bevor sie in die Regelklassen in Sumiswald kommen, Deutschunterricht haben", dies habe sich bewährt, erzählt der Gemeindepräsident.

Rund 250 Personen können im Forum leben. Der Betrieb soll frühestens im Februar 2023 starten. Die Unterkunft im Forum wird während der kommenden drei Jahre im Auftrag des Kantons von der ORS Service AG betrieben.

Öffentliche Informationsveranstaltung in Sumiswald

Für die Dorfbevölkerung wird eine Informationsveranstaltung im Forum Sumiswald stattfinden. Interessierte können sich am Montag, 21. November 2022, um 19.30 Uhr, über die geplante Unterkunft informieren lassen. 

(neo1 / sda)

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