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| Gesellschaft

Trockenheit setzt Fischen in Berner Gewässern stark zu

Die anhaltende Hitze und Trockenheit machen den Fischen in den Berner Gewässern zunehmend zu schaffen. Weil Flüsse und Bäche immer weniger Wasser führen, verschärft sich die Situation laufend.

"Die Situation ist schlimm", sagt Michael Häberli, Bereichsleiter Emmental/Oberaargau beim kantonalen Fischereiinspektorat. Besonders problematisch wird es dort, wo Gewässer teilweise austrocknen. Dann muss das Fischereiinspektorat sogenannte Notabfischungen durchführen. Dabei wird das Wasser mit Strom behandelt, damit die Fische kurzzeitig betäubt werden. Anschliessend werden sie in Tanks mit sauerstoffreichem Wasser an einen geeigneteren Ort gebracht.

Die Tiere werden dabei jedoch nicht beliebig umgesiedelt. Fische aus dem Emmental bleiben beispielsweise im Emmental. Ziel ist es, sie innerhalb ihres natürlichen Lebensraums in ein Gewässer mit besseren Bedingungen zu bringen.

Nach Einschätzung des Fischereiinspektorats würde bereits ergiebiger Regen die Situation deutlich entschärfen. Davon würden nicht nur die Fische, sondern die gesamte Natur profitieren.

Wie sich die Lage weiterentwickelt, ist offen. Michael Häberli blickt mit Sorge auf die kommenden Wochen. Das Fischereiinspektorat setze derzeit alles daran, die Fischbestände so gut wie möglich zu schützen.

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