Die Kinder bleiben bei ihren Tagesfamilien in Worb - betreut werden die Familien nun aber von Langnau aus (Bild: Archiv neo1)
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Tageselternverein Worb schliesst sich Tagesfamilien Emme plus an
Umbruch beim Kinderbetreuungsangebot des Tagesfamilienvereins Worb. Der Verein hat sich Ende April aufgelöst und schliesst sich nun den Tagesfamilien Emme plus mit Sitz in Langnau an. Finanzielle Herausforderungen führten zum Entscheid.
Für die betroffenen Eltern, Kinder und Betreuungspersonen ändere sich nicht viel, so sagt Renate Strahm, die Geschäftsführerin von Tagesfamilien Emme plus. Für sie gehe es wie gewohnt weiter, aber die Betreuungspersonen sind neu bei Tagesfamilien Emme plus angestellt. Die Worber Tagesfamilien seien nun integriert und werden von Langnau aus betreut. Der Hauptgrund für den Anschluss seien finanzielle Herausforderungen gewesen, sagt Renate Strahm weiter. So sei schweizweit die Anzahl Betreuungsstunden bei Tagesfamilien rückläuffig und es werde schwieriger, Betreuungspersonen zu finden. Gerade für kleinere Vereine wie jener in Worb sei ein Anschluss an eine grössere Organisation daher fast unausweichlich.
Generell sei die Situation für Tagesfamilienorganisationen schwierig. Zwar gibt es auch im Kanton Bern für Familien Betreuungsgutscheine, die sie auch für Tagesfamilien brauchen können. Trotzdem seien Kitas bei der Abgeltung finanziell besser gestellt, sagt Strahm. Dafür gebe es schon gute Gründe. Aber es gebe auch sehr wohl gute Gründe, um die Tarife für Tagesfamilien anzupassen. Die Tagesfamilienorganisationen des Kantons Bern haben daher eine Petition mit 2600 Unterschriften beim Kanton eingereicht. Sie fordern darin eine Anpassung der Beiträge an Tagesfamilien. Im April kam nun eine negative Rückmeldung des Kantons. Das sei schade, findet Renate Strahm. Die Tagesfamilienorganisationen übernehmen auch eine wichtige Rolle in der Gesellschaft und unterstützten auch die Eltern und Tageseltern professionell. Zudem haben sie oft längere Wege, um die Tagesfamilien zu besuchen. Das werde vom Kanton nicht berücksichtig. Strahm hofft, dass der Kanton seine Meinung noch ändert und auch die Tagesfamilien bald besser unterstützt.
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