Wird im Stadtrat Langenthal bald nicht mehr mit den orangen Blätter abgestimmt? (Bild: neo1 / Archiv)
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Langenthaler Stadtrat findet eine elektronische Abstimmungsanlage eine gute Idee
Knöpfe drücken statt Handzeichen geben: Der Langenthaler Stadtrat findet eine elektronische Abstimmungsanlage eine gute Idee.
Am Montagabend hat sich der Langenthaler Stadtrat versammelt. Unter anderem hat er über Parkplatzgebühren und Strassensanierungen diskutiert. Am Ende eines Traktandums hat der Stadtrat jeweils mit Handzeichen abgestimmt. Das könnte in Zukunft anders sein.
Das Stadtratsbüro von Langenthal hat in den vergangenen Jahren bereits mehrmals darüber gesprochen, eine elektronische Abstimmungsanlage für den Stadtrat anzuschaffen. Damit müssten die Stadträtinnen und Stadträte bei Abstimmungen nicht mehr ein farbiges Papier in die Höhe halten, sondern könnten per Knopfdruck mit Ja oder Nein stimmen.
Eine solche elektronische Abstimmungsanlage würde mehr als 12'000 Franken kosten. Deshalb kann das Stadtratsbüro nicht selbst entscheiden, ob es eine solche Anlage anschaffen will. Der Stadtrat muss die Anschaffung genehmigen. Am Montagabend hat das Stadtratsbüro deshalb im Stadtrat gefragt, ob eine solche Anlage überhaupt erwünscht ist und ob das Büro die Planung weiterführen soll.
Die Idee ist im Stadtrat gut angekommen. Die SP-Fraktion schätzt vor allem die geplante Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum AZW in Langenthal. Das Stadtratsbüro plant, dass Lernende die Anlage entwickeln können. So würde die Anlage auch günstiger.
Es gibt aber auch Kritik im Stadtrat. Ein Einzelsprecher kritisiert insbesondere den Aufwand. Die Anlage müsste vor den Sitzungen jeweils installiert und danach wieder abgebaut werden. Zudem habe das Projekt keine Priorität.
Am Ende hielt sich die Kritik aber in Grenzen: 31 Ratsmitglieder waren dafür, drei dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.
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