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Langenthal will Parkgebühren ausweiten
Der Langenthaler Stadtrat hat nach rund eineinhalb Stunden Diskussionen das neue Parkplatzbewirtschaftungsreglement angenommen. Künftig sollen auch Parkplätze ausserhalb des Stadtzentrums kostenpflichtig werden. Die neuen Regeln sollen ab 2027 gelten.
"Es ist ein emotionales Thema", sagte Gemeinderat Martin Lerch zu Beginn der Diskussion. Das bisherige Reglement ist rund 20 Jahre alt und soll deshalb überarbeitet werden. Heute gibt es in Langenthal drei Parkzonen. Im Stadtzentrum gilt die kostenpflichtige Zone 1, Zone 2 umfasst die blaue Zone. Die Parkplätze ausserhalb dieser Gebiete waren bisher kostenlos. Das soll sich ändern.
Vor allem die Höhe der Parkgebühren sorgte im Stadtrat für Diskussionen. Lerch zeigte sich danach zufrieden: "Über die Gebührenhöhe ist eine kontroverse Diskussion losgegangen, die wir nicht unbedingt erwartet haben. Aber das ist gelebte Demokratie, ich habe Freude gehabt."
Gebühren zwischen 60 Rappen und zwei Franken
Konkret soll der Gemeinderat künftig die Parkgebühren innerhalb eines vom Stadtrat festgelegten Rahmens bestimmen können. Für die Parkplätze beim Schwimmbad, beim Musterplatz, beim Hirschpark und bei Dreilinden liegt dieser zwischen 60 Rappen und zwei Franken pro Stunde. Bei den Parkplätzen beim Schwimmbad sollen die Regeln in der Nebensaison weniger streng sein. Eine Ausnahme gibt es beim Eisstadion Schoren: Weil dort nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen, sollen diese neu zur blauen Zone gehören.
Der Stadtrat änderte den Vorschlag des Gemeinderats betreffend der Höhe der Gebühren in einem Punkt. Ein Änderungsantrag wurde mit 20 zu 16 Stimmen angenommen. Der Gemeinderat hatte vorgeschlagen, die Untergrenze des Gebührenrahmens bei Dreilinden höher anzusetzen. Martin Lerch erklärte dazu: "Entschieden ist jetzt, dass wir den Rahmen haben, in dem wir allenfalls bei Nacht auch tiefer gehen könnten mit den Gebühren. Aber der Gemeinderat ist dann zuständig, wie er das umsetzt."
Das Parkplatzbewirtschaftungsreglement wurde vom Langenthaler Stadtrat mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen.
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