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| Politik | Verkehr

Kreisel an der Bützbergstrasse in Langenthal soll verschwinden

Der Kanton Bern will die Bützbergstrasse in Langenthal sanieren und sicherer machen. Dafür soll unter anderem der Kreisel bei der Eisenbahnstrasse einer Lichtsignalanlage weichen. Der Stadtrat hat den städtischen Kredit von 1,25 Millionen Franken bewilligt – allerdings nicht ohne Vorbehalte.

Die Bützbergstrasse in Langenthal ist sanierungsbedürftig. Gleichzeitig kommt es auf dem stark befahrenen Abschnitt immer wieder zu Staus. Täglich sind dort mehr als 17'000 Verkehrsteilnehmende unterwegs. Der Kanton Bern will deshalb die Strasse zwischen der SBB-Unterführung und dem Kreisel an der Ringstrasse sanieren und die Verkehrssicherheit verbessern. "Wir haben ein Kapazitätsproblem und einen Kreisel, der gefährliche Situationen für Velos bringt. Und darum muss der Kanton etwas machen – und wir dürfen oder müssen einen Teil für die Anschlussstrasse mitfinanzieren", erklärt der zuständige Langenthaler Gemeinderat Michael Schär.

Geplant ist, ein Kreisel an der Kreuzung Bützbergstrasse und Eisenbahnstrasse durch eine Lichtsignalanlage zu ersetzen. Zudem soll das Linksabbiegen von der Eisenbahnstrasse verboten werden. Die Busse sollen dadurch weniger lange im Stau stehen. Mit der Ampel können sie den Verkehr besser beeinflussen, erklärt Schär. Nicht alle Mitglieder des Stadtrats sind mit den konkreten Plänen des Kantons einverstanden. Dass der Kreisel verschwinden soll, sorgte für Diskussionen. "Wir haben klare Stimmen gehört, die keine Freude daran haben, dass der Kreisel wegkommt", sagt Schär.

Stadtrat bewilligt Kredit

Weil es sich um eine Kantonsstrasse handelt, liegt die Verantwortung für das Bauprojekt beim Kanton Bern. Die Stadt Langenthal muss sich aber an den Kosten für die Anschlussstrasse beteiligen. Ihr Anteil beträgt 1,25 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt rund 3,25 Millionen Franken. Der Regierungsrat hat seinen Kredit bereits bewilligt.

Der Langenthaler Stadtrat hat den städtischen Kredit am Montag mit 29 Ja-Stimmen, sieben Enthaltungen und ohne Gegenstimme angenommen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er das Bauprojekt lediglich zur Kenntnis nimmt und nicht ausdrücklich genehmigt. Damit brachte er seine Vorbehalte gegenüber den konkreten Plänen zum Ausdruck. Gemeinderat Michael Schär ist erleichtert über den Entscheid: "Zum Glück – ich bin froh, dass man vernünftig gewesen ist und die Notwendigkeit auch gesehen hat." Was passiert wäre, wenn der Stadtrat den Kredit abgelehnt hätte, ist offen. "Das wäre eine sehr interessante Frage gewesen. Nach dem Strassengesetz sind wir verpflichtet, die Anschlussstrasse zu finanzieren. Wir haben auch diskutiert, ob der Kanton diese Kosten vielleicht sogar hätte verfügen können", sagt Schär.

Der Kanton Bern plant, 2027 mit den Bauarbeiten zwischen der SBB-Unterführung und dem Kreisel an der Ringstrasse zu beginnen. Bis Ende 2028 soll die Sanierung abgeschlossen sein.

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