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| Gesellschaft

Kiesgruben sind mehr als Steine und Geröll

Grober Kies, feiner Kies, Split, Sand oder grosse Steine und steile Wände: Eine Kiesgrube ist auf den ersten Blick alles andere als eine lebensfreundliche Umgebung. Führungen in den Kiesgruben der Region sollen diesen Blick aber ändern.

Eine Kiesgrube ist ein sehr dynamischer Ort. Jeden Tag sieht es anders aus und es werden mit schweren Maschinen immer wieder grosse Steinberge in der Gegend herumgekarrt. Selten ist es ruhig. Trotzdem finden mehrere Tierarten, dass genau dieser Ort für sie perfekt ist, um sich niederzulassen. Amphibien, Reptilien oder auch seltene Insekten und zuweilen auch Vögel. Konkret sind es Unken, Kröten, aber auch Schlangen oder Uferschwalben.  

"Kiesgruben imitieren dynamische Lebensräume, die ganz natürlich beim Kiesabbau entstehen", sagt Sara Kretschmer, stellvertretende Geschäftsführerin der Berner Stiftung Landschaft und Kies.

Diese Dynamik in den Lebensräumen habe es früher von Natur aus gegeben. Vor allem in den Auenlandschaften, wo es zwischendurch überschwemmt habe. Für Tiere und Pflanzen sei diese Dynamik in einer Kiesgrube nicht gefährlich.

"Die Kiesbranche fördert an ihren Abbauorten gezielt diese Biodiversität. Neben den bewusst gestalteten Flächen durch Baumaschinen, schaffen auch unsere Fachleute viele Lebensräume. Dafür legen wir Flachgewässer oder Kleinstrukturen an. Dazu wird bei der Betriebsplanung darauf geachtet, dass diese Naturwerte erhalten bleiben und gefördert werden."

Mit Führungen wie letztes Wochenende, will die Stiftung Landschaft und Kies zeigen, dass eben eine Kiesgrube mehr ist als nur ein Abbaugebiet.

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