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| Politik

Grosshöchstetten: Referendum gegen Anschluss Gemeindeliegenschaften an Wärmeverbund Neuhuspark

Die Energie Grosshöchstetten AG betreibt seit November 2024 einen Wärmeverbund im Neuhuspark. Angeschlossen ist bereits das Areal Neuhuspark.

Im Herbst 2025 werden die 17 Mehrfamilienhäuser im Talacker angeschlossen. Mit dem Anschluss des Talackers wird die erste Etappe des Leitungsbaus realisiert, ein zweiter Ast ist ins Dorfzentrum zu den Gemeindeliegenschaften und weiteren Anschlüssen vorgesehen.

Für die Heizungserneuerungen von vier Gemeinde-Liegenschaften hat der Gemeinderat anlässlich der Juni-Sitzung 2025 die Verpflichtungskredite für den Rückbau der Ölheizungen/Elektrospeicherheizung und die jährlich wiederkehrenden Verpflichtungskredite für die Lieferung der Fernwärme beschlossen. Die Kreditbeschlüsse unterlagen dem fakultativen Referendum.

Dieses ist nun für alle Liegenschaften fristgerecht zustande gekommen ist. Das Referendumskomitee hat innerhalb der 30tägigen Referendumsfrist genug gültige Unterschriften eingereicht. Kritisiert wird unter anderem, dass die Gemeinde die Strategie betreffend den Anschlüssen an den Wärmeverbund nicht transparent kommuniziert, erklärt Gemeindepräsidentin Christine Hofer auf Anfrage von neo1. Das Referendum löst bei Hofer Verwunderung aus. "Ich habe kein Referendum erwartet. Wir haben an der Gemeindeversammlung so viel erklärt, erläutert und auch Zahlen gezeigt und auch versucht aufzuzeigen weshalb der Wärmeverbund Sinn macht."

Die Leute, welche hinter dem Referendum stehen, bestätigen die erwähnte Kritik. "Wir stören uns an der Information des Gemeinderates. Das ganze Projekt ist zu wenig transparent und vor allem kennt man die Gesamtkosten nicht", sagt Marc Hebeisen von der Gruppe zu neo1. Er spricht von einer Salamitaktik des Gemeinderates den Wärmeverbund aufzubauen. "Würde das Projekt als Ganzes vor das Stimmvolk kommen, würde es abgelehnt. Deshalb wird nun in kleinen Teilen politisiert." Dies sei nicht das erste Mal so der Fall in Grosshöchstetten.
Marc Hebeisen betont aber auch, dass sie nichts gegen den Wärmeverbund als solches haben.

Wegen dem Referendum wird nun die Gemeindeversammlung voraussichtlich im Dezember 2025 über den Anschluss der erwähnten Gemeindeliegenschaften an den Wärmeverbund Neuhuspark befinden. Hofer und Hebeisen betonen, dass man sich noch vorher treffen möchte für ein Gespräch. (neo1 / pd)

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