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| Verkehr

Gemischte Gefühle: Das sind die Reaktionen zur Annahme der Berner Verkehrsprojekte

Die Verkehrssanierung im Oberaargau wurde mit 51,7 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen, die Verkehrssanierung im Emmental 56,9 Prozent. Ein Tag nach der Abstimmung sind die Gefühle gemischt. Trotz Erfolg wolle man nicht mit Jubel-Fanfaren durchs Dorf ziehen, heisst es in Aarwangen. Einander wieder die Hand reichen liegt im Zentrum. In Oberburg ist man froh, dass der Kanton geschlossener hinter dem Projekt stand als im Oberaargau. Bedauert wird hingegen von allen Lagern die tiefe Stimmbeteiligung von 30.4%.

Die geplante 3,6 Kilometer lange Umfahrung soll dafür sorgen, dass in Aarwangen der Verkehr weniger wird. Auch in Aarwangen sollen diverse Massnahmen dazu beitragen, dass sich die Schattenseiten der momentanen Situation bessern - unter anderem durch Velostreifen, Trottoirs und eine neue Linienführung des Regionalzugs. Das Ganze soll 194,1 Millionen Franken kosten - nach Abzügen von Bundesgeldern und anderem bleibt für den Kanton Bern ein Kredit von 97,8 Millionen Franken.

Im Emmental geht es vor allem um die beiden Dörfer Oberburg und Hasle, die verkehrstechnisch entlastet werden sollen. Um Oberburg zu umfahren, ist ein Tunnel geplannt - Hasle hingegen bekäme eine Umfahrungsstrasse, welche den Verkehr umleiten soll. In Burgdorf ginge es vor allem darum, den Verkehr flüssiger zu gestalten. Dafür wären neue Unterführungen unter den Bahngleisen geplant, damit die Autos und Lastwagen nicht an den Bahnübergängen warten müssen. Neunzehn verschiedene Massnahmen sind für Burgdorf, Oberburg und Hasle insgesamt geplant.

Im Gesamten kosten die Massnahmen 424,4 Millionen Franken. Der Bund hilft bei der Zahlung auch noch mit - trotzdem bleibt dem Kanton ein Kredit von 313,9 Millionen Franken.

"Es freut mich, konnten wir die Abstimmung gewinnen", sagt der Aarwanger Gemeindepräsident Niklaus Lundsgaard-Hansen. "Trotzdem wurmt mich einerseits die tiefe Stimmbeteiligung aber andererseits auch der grosse Anteil an Nein-Stimmen in unserem Verwaltungskreis. Ich hatte eine höhere Zustimmung erwartet."

Es gelte nun, einander die Hand zu reichen. "Unser Dorf ist wegen der Strasse schon so zweigeteilt. Nun sollen die Gräben im weiteren Projektverlauf nicht noch grösser werden. Insbesondere mit den Landwirt:innen heisst es jetzt, Kontakt aufzunehmen und die Gespräche weiterzuführen, damit für alle die bestmögliche Lösung erreicht werden kann."

Natürlich sei sie enttäuscht, sagt die Oberaargauer Bauernvereins-Präsidentin Christine Badertscher. "Im Oberaargau hat man es nicht geschafft, die Landwirtschaft miteinzubeziehen. Deshalb war die Zustimmung im Emmental auch grösser", ist sie überzeugt. Wie weit sie die Beschwerde des WWF als Bauernverein unterstützen werden ist noch nicht besprochen, es sei aber in ihrem persönlichen Sinn, dass man weiterkämpfen soll.

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