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"Nachhaltig ist das ESAF nicht"

Dieses Wochenende messen sich die besten Schwinger der Schweiz am ESAF 2022 in Pratteln. Über 50'000 Menschen schauen in der Arena zu, weitere 400'000 Leute sind auf dem Festgelände. Nachhaltig sei so ein Fest nicht, sagt der Nachhaltigkeits-Chef im Interview mit neo1.

Für die Masse an Menschen braucht es eine grosse Infrastruktur. Dies auf Boden, der sonst landwirtschaftlich genutzt wird. Das Ziel sei es, das Festgelände am Schluss wieder so an die Eigentümer:innen zurück zu geben, wie es die Veranstalter des ESAFs erhalten haben, erzählt Philipp Schoch, Leiter Stabsstelle Nachhaltigkeit des ESAFs 2022 im Interview. "Man muss ganz ehrlich sein und sagen: das Fest kann nicht nachhaltig sein. Wir versuchen aber mit Massnahmen lokal Verbesserungen hinzukriegen. So dass es nach dem Fest besser ist als vorher. Diese Arbeit beginnt aber erst nach dem Fest."

Zum Beispiel sind auf jeder Bierflasche ein Franken Depot. Diesen erhalten die Besuchenden zurück - oder aber sie spenden den Franken für eine Baumpflanz-Aktion. "Wir werden einen Eichenhain pflanzen hier in der Nähe, als Kompensationsmassnahme", so Philipp Schoch. Auch das Sägemehl werde wieder verwertet, zu Pflanzenkohle gemacht und gelange als Bodenveredler nach dem Fest in das Land auf dem das ESAF stattfindet. "Diese Massnahmen sind ein Tropfen auf den heissen Stein. So versuchen wir aber etwas zurück zu geben an den Boden, den wir nutzen dürfen", sagt Phlipp Schoch. 

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