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Direkt vom Hof: Vier Emmentaler Läden und was wirklich dahintersteckt

Hofläden. Sie sind Treffpunkt, Verkaufsraum und Visitenkarte eines ganzen Betriebs zugleich. Wer hier einkauft, bekommt nicht nur frische Produkte, sondern auch einen direkten Einblick in die Landwirtschaft. Vier Betriebe zeigen, wie unterschiedlich dieser Weg aussehen kann und wie viel Arbeit dahintersteckt.

In der Hasle-Mühle duftet es nach frischem Brot. Die Backstube gehört genauso zum Konzept wie das breite Sortiment im Laden. Christoph Stalder und seine Frau haben den Betrieb während der Pandemie übernommen, in einer Zeit, in der Hofläden einen regelrechten Boom erlebten. „Danach mussten wir unseren eigenen Rhythmus finden“, sagt er. „Aber es lohnt sich. Es ist etwas Besonderes, die eigenen Produkte direkt den Kundinnen und Kunden zu übergeben.“

In Hindelbank, bei natürlichMoser, prägen Bio-Gemüse und Kräuter das Bild. Hier wächst vieles, was später frisch im Laden landet. Für Jürg und Regina Moser ist klar: Stillstand gibt es nicht. Die Ideen gehen weiter, vielleicht sogar bis hin zu einem kleinen Hofladen-Café. „Wer weiss, was noch alles kommt“, sagt Regina Moser.

Dass Innovation auch auf dem Land ihren Platz hat, zeigt der EyHof. Neben Äpfeln und Fleisch findet sich hier etwas Unerwartetes: EmmenShrimps. Ein Hofladen, der Tradition und neue Wege verbindet. Für Susanne Kunz bedeutet das vor allem: Arbeit. „Es braucht Zeit für die Produktion, der Laden muss gepflegt werden, und auch die Sicherheit ist ein Thema. Da kommt einiges zusammen“, sagt sie.

Am Berchtoldshof wird die Nähe zur Landwirtschaft besonders greifbar. Wer hier einkauft, steht oft nur wenige Schritte von den Tieren entfernt. „Du kannst die Eier aus dem Kühlschrank nehmen und gleichzeitig sehen, wie die Hühner draussen im Gras scharren, nachhaltiger geht es kaum“, sagt Christoph Jakob. Seine Frau Regula bringt es auf den Punkt: „Es ist eine strenge Arbeit, aber sie lohnt sich. Sonst hätten wir das nicht seit 50 Jahren aufgebaut.“

Was alle vier Betriebe verbindet, ist mehr als nur der Verkauf eigener Produkte. Es ist der direkte Kontakt zu den Menschen, das Vertrauen und die Transparenz. Der Einkauf wird persönlicher, greifbarer und manchmal auch überraschender. Gleichzeitig zeigt sich: Hinter jedem Hofladen steckt ein Spagat zwischen Landwirtschaft, Verkauf und Unternehmertum.

Die Zukunft? Die scheint offen und voller Ideen. Ob neue Produkte, zusätzliche Angebote oder ganz neue Konzepte: Die Hofläden im Emmental entwickeln sich weiter.

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