Die MUKA Käserei in Vechigen. (Bild: neo1 / Archiv)
Werbung
Die Mutter-Kalb-Käserei in Vechigen ist konkurs
Trotz grosser Nachfrage ist die Mutter-Kalb-Käserei in Vechigen konkurs. Grund dafür sind Listerien, die das Unternehmen viel Geld gekostet haben.
Vor drei Jahren wurde die MUKA Käserei AG gegründet. Das Ziel des Unternehmens: Milch aus Mutter-Kalb-Haltung zu Käse verarbeiten. Bei diesem Modell bleiben die Kälber nach der Geburt bei der Mutter und trinken deren Milch. Gleichzeitig darf der Bauer die Kühe aber auch melken. In Vechigen wurde damals schweizweit der erste Pilotbetrieb der MUKA Käserei gestartet.
Bei regelmässigen Tests wurden jedoch in einem Teil des Käses Listerien festgestellt. Das sind Bakterien, die für Menschen gefährlich sind. Die Listerien seien jedoch nicht in der Milch gewesen, teilt der Verwaltungsrat gegenüber neo1 mit. Sie vermuten, dass sich die Bakterien im alten Gebäude befanden, in dem die Käserei untergebracht ist. Auch externe Fachleute konnten jedoch keine genaue Ursache feststellen. Für Kundinnen und Kunden sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr entstanden, schreibt die Käserei weiter. Der betroffene Käse sei noch nicht ausgeliefert worden.
Die Situation habe die kleine Käserei viel Geld gekostet. Gleichzeitig konnte das Unternehmen einen grossen Teil des produzierten Käses nicht verkaufen. Deshalb ist die Käserei nun konkurs gegangen. Das sei hart, schreiben die Verantwortlichen. Die Nachfrage nach Käse aus Mutter-Kalb-Haltung sei vorhanden. Gerade in der aktuellen Zeit, in der zu viel Milch auf dem Markt sei, könnte die Mutter-Kalb-Haltung eine mögliche Lösung darstellen, so das Unternehmen.
Werbung
