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Der letzte Theatersommer auf dem Hämeli ist vorbei
Nach über 20 Jahren, 240 Vorstellungen und etwas mehr als 110'000 Besuchenden wurde am Wochenende auf dem Hämeli ob Signau zum letzten mal Theater gespielt.
"Die Schwarze Spinne", "Käserei in der Vehfreude" oder "Geld und Geist". 20 Jahre lang zeigte der Theaterverein Signau immer wieder Gotthelf-Stücke auf dem Hämeli ob Signau. Jetzt ist diese Ära aber definitiv zu Ende. Am Samstag war die Dernière des diesjährigen Stücks "Ueli dr Pächter". Eine gelungene Vorstellung, so der Präsident des Vereins Freilichttheater Signau, Hans Flückiger: "Wir hatten grosse Spielfreude und es gab Standing Ovations. Wir sind überglücklich, dass wir das Publikum mitreissen konnten." Ein wenig Wehmut hätten die Beteiligten bereits bei der Dernière gespürt. "Grosse Emotionen gab es allerdings nicht, wir waren alle noch im Theater-Fieber. Alle haben ihre Rolle gespielt und gehofft, dass auch bei der Dernière alles klappt." Die Wehmut komme nun immer mehr auf. Dieser letzte Sommer auf dem Hämeli sei nochmal ein einziges Highlight gewesen, so Flückiger: "Von Anfang an waren sämtliche Vorstellungen ausverkauft, auch die Zusatzvorstellung war innerhalb von vier Tagen ausverkauft. Besser kann es nicht laufen."
Seit 2005 verwandelt sich das Hämeli oberhalb von Signau alle zwei Jahre in eine Freilichtbühne für Werke von Jeremias Gotthelf. Die besondere Kulisse mit dem Bauernhaus aus dem Jahr 1776, der historischen Rauchküche und der typischen Emmentaler Hügellandschaft machte den Ort weit über die Region hinaus bekannt. Mit der Dernière von "Ueli der Pächter" spielte das Freilichttheater Signau zum letzten Mal auf dem Hämeli. Nach dem Tod des bisherigen Besitzers Ernst Mosimann wird die Liegenschaft von den neuen Eigentümern in den kommenden Jahren renoviert. Danach steht das Gelände nicht mehr für Theateraufführungen zur Verfügung.
Es wird nun bereits nach neuen Möglichkeiten gesucht. Künftige Produktionen könnten an einem anderen Spielort stattfinden. Denkbar sei zudem, dass künftig nicht mehr ausschliesslich Gotthelf-Stücke aufgeführt werden. Das Ziel sei klar: Die Freilichttheater-Tradition in der Region soll weiterleben.
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