Hier wird das neue Feuerwehrmagazin gebaut. (GoogleStreetView)
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Chappelifeld setzt sich gegen Chalberweidli durch
Der Gemeinderat Herzogenbuchsee ist dem Antrag des Feuerwehrverbands gefolgt und favorisiert als Standort für ein neues Feuerwehrmagazin das «Chappelifeld» – vor allem aus einsatztechnischer Sicht. Der Nachteil: Für den Neubau wird Kulturland benötigt, welches zuerst umgezont werden muss.
Der Standort für ein neues Feuerwehrmagazin muss verschiedene Kriterien erfüllen. Mit dem Bau eines neuen Magazins sollen gleichzeitig die gesteigerten Anforderungen der Gebäudeversicherung erfüllt sowie die Einsatz-Abläufe optimiert werden. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Baukörper, der etwas grösser als das aktuelle Magazin ausfallen soll. Benötigt werden rund 6000 Quadratmeter Land.
Eine erste Evaluation durch den Verbandsrat ergab acht mögliche Standorte. Diese Vorauswahl wurde in der Folge auf die beiden Standorte „Chalberweidli“ und „Chappelifeld“ reduziert. Beim „Chalberweidli“ handelt es sich um die von der Gemeinde im Anschluss an die Kündigung angebotene Nachbarparzelle des aktuellen Wehrdienstgebäudes; das Areal im „Chappelifeld“ befindet sich zwischen dem Friedhof und dem Zürichstrasse-Kreisel am östlichen Buchser Dorfeingang.
Beide Varianten haben gemäss der Beurteilung der georegio ag ihre Vor- und Nachteile, und beide sind grundsätzlich für eine Projektentwicklung geeignet, wobei aus betrieblicher Sicht der Standort im „Chappelifeld“ die Nase vorne hat. Dessen gewichtigster Vorteil: Beim Ein- und Ausrücken würden gegenüber dem Ist-Zustand im „Chalberweidli“ das Nadelöhr Sonnenkreuzung sowie die nicht optimale Zu- und Wegfahrt innerhalb der Tempo-30-Zone Bettenhausenstrasse bzw. via Einmündung Moosrainweg/Thörigenstrasse (Schulwegsicherheit, Verkehrsgefährdung) für keine Probleme mehr sorgen. Zudem liegt der Standort nördlich der Achse Zürich-Bern und damit näher am Haupteinsatzgebiet. Ein weiterer Nachteil im „Chalberweidli“ ist zudem die Nutzung des Areals durch verschiedene Nutzer (Militär, Schlachtviehmarkt, Werkhof), die sich dann und wann in die Quere kommen und so die Arbeit der Wehrdienste behindern.
Auch der Standort „Chappelifeld“ kennt Nachteile. Insbesondere befinden sich Teile des ins Auge gefassten Areals in der Landwirtschaftszone und sind als Fruchtfolgeflächen ausgeschieden. Für eine Umzonung muss entsprechend die Machbarkeit nachgewiesen werden, wofür ein Planungsverfahren nötig ist. Mit anderen Worten: Ein neues Feuerwehrmagazin wäre im „Chalberweildi“ rascher realisiert als im „Chappelifeld“.
Sobald auch die Stellungnahmen des AGR vorliegt, können die weiteren Schritte für eine Einzonung in Angriff genommen werden. Als Grundlage für das Einzonungsgesuch braucht es ein Vorprojekt. Dabei wird es im Sinne einer möglichst optimalen Nutzung der beanspruchten Fruchtfolgeflächen darum gehen, möglichst wenig Kulturland in die Einzonung miteinzubeziehen. Der Standort „Chappelifeld“ bietet aufgrund seiner Grösse diesbezüglich verschiedene Optionen. Kommt es zur Umzonung, muss diese durch die Gemeindeversammlung genehmigt werden. Im Idealfall rechnet der Feuerwehrverband mit einem Bezug des neuen Magazins im Jahr 2021. (pd)
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