Reto Müller bei den Wahlen im Berner Rathaus. (Bild: neo1/Sarina Wälti)
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"In diesem Moment rutscht einem das Herz in die Hose"
Der frisch als Regierungsrat gewählte Reto Müller spricht im Interview mit neo1 über die Momente unmittelbar vor und nach der Verkündung der Wahlergebnisse, sein zukünftiges Amt als Bildungs- und Kulturdirektor sowie seinen Rücktritt als Langenthaler Stadtpräsident.
Am vergangenen Sonntag wurde Reto Müller in den Berner Regierungsrat gewählt. Der SP-Politiker holte 99'021 Stimmen und schaffte so als Siebter den Sprung in die Kantonsregierung. Daniel Bichsel von der SVP kam auf knapp 7'000 Stimmen weniger.
Bis zur Verkündung der Ergebnisse durch Staatschreiber Christoph Auer war gemäss den Hochrechnungen offen, ob sich Reto Müller oder Daniel Bichsel durchsetzen würde. "Ich bin froh, hat Staatschreiber Auer die Ergebnisse relativ nüchtern und zackig verlesen. Weil in diesem Moment rutscht einem schon das Herz in die Hose", erzählt Müller rückblickend. Denn je nach Ergebnis sei man danach der Held oder niemand und habe vieles falsch gemacht.
Neuer Bildungs- und Kulturdirektor
Bereits wenige Tage nach der Wahl hat sich der neu gewählte Regierungsrat getroffen und die Direktionen verteilt. Reto Müller tritt die Nachfolge von Christine Häsler als Bildungs- und Kulturdirektor an. Seine Wunschdirektion, wie der ehemalige Lehrer sagt. "Mein Herz ist in der Bildung und Kultur".
Ihr neues Amt treten die gewählten Regierungsmitglieder am 1. Juni an. Dann geht für Reto Müller nach gut neun Jahren die Zeit als Langenthaler Stadtpräsident zu Ende. "Ich war gerne Stapi von Langenthal", so der 47-Jährige. Nach fast einem Jahrzehnt sei es aber "vielleicht auch für die Stadt gut, wenn etwas Neues kommt."
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