Symbolbild (Bild: pixabay)
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Vier-Tage-Schule statt mehr Ferien – Belp denkt Schule neu
Die Gemeinde Belp denkt über ein ungewöhnliches Schulmodell nach: Kinder sollen künftig nur noch an vier Tagen pro Woche zur Schule gehen – hätten dafür aber insgesamt weniger Ferien. Das Interesse ist gross und bringt auch Druck mit.
Die Gemeinde arbeitet an einem Konzept für eine sogenannte Jahresschule. Ziel ist es, das Familienleben besser mit dem Berufsalltag zu verbinden, erklärt Daniela Schädeli, Leiterin der Abteilung Familie und Bildung der Gemeinde Belp. Das Modell soll Eltern entlasten, die beide arbeiten. Noch handelt es sich um eine erste Idee. In mehreren Informationsveranstaltungen diskutiert die Gemeinde gemeinsam mit interessierten Eltern, wie eine solche Schule konkret aussehen könnte. Rund 40 Personen nahmen am zweiten Anlass Mitte Dezember teil. "Die Stimmung war sehr interessiert, es wurden viele Gedanken ausgetauscht, wie man so eine Schule gestalten könnte", sagt Schädeli. Viele Fragen sind noch offen – etwa, wann die freien Tage wären oder wie die Ferien verteilt werden.
Dass Belp mit dem Vorschlag schweizweit Aufmerksamkeit erregte, kam für die Verantwortlichen überraschend. Eigentlich habe man zuerst nur lokal diskutieren wollen, so Schädeli. "Jetzt spüren wir aber auch einen gewissen Druck, etwas umsetzen zu müssen." Positiv sei aber, dass die herkömmliche Schule hinterfragt wird und viele Menschen offen für neue Ideen sind. Noch ist aber nichts entschieden - auch nicht, ob das Modell überhaupt eingeführt wird.
Die Gemeinde sammelt Rückmeldungen und will das Konzept im neuen Jahr gemeinsam mit Eltern weiterentwickeln. Der nächste Informationsanlass ist am 8. Januar 2026 geplant. Falls das Interesse weiterhin da ist und die Rahmenbedingungen geklärt sind, möchte Belp bereits im Sommer die Jahresschule anbieten.
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