Die Gemeinde Belp startet im August mit ihrem Versuch einer Viertagewoche an der Schule. (Symbolbild: KEYSTONE/AP dapd/SASCHA SCHUERMANN)
Werbung
Pilotprojekt der Belper Jahresschule startet im August
Vier Tage Schule, dafür weniger Ferien: Die Gemeinde Belp wagt als erste in der Schweiz den Versuch mit einer sogenannten Jahresschule. Ab August 2026 soll das neue Modell drei Jahre lang getestet werden.
In Belp soll ab Sommer 2026 eine Klasse nach einem neuen Modell unterrichtet werden: Die Kinder haben von Montag bis Donnerstag Schule, der Freitag ist frei. Im Gegenzug gibt es nur noch sechs Wochen Ferien pro Jahr. "Die Basisstufe besteht aus Kindern vom ersten Kindergartenjahr bis zur zweiten Klasse. Wir haben nun 23 Kinder, die sich angemeldet haben – eine gute Mischung, wie sie im alters durchmischten Lernen üblich ist", sagt Daniela Schädeli, Leiterin der Abteilung Familie und Bildung der Gemeinde Belp.
Das pädagogische Konzept wird derzeit ausgearbeitet, die entsprechenden Räume vorbereitet. Eltern, Lehrpersonen und Betreuungspersonal haben gemeinsam den Wochen- und Ferienplan erstellt. "Wenn man ein solches Projekt startet, hofft man natürlich, dass es klappt – aber sicher ist das nie. Umso schöner ist es, dass es jetzt zustande kommt", so Schädeli weiter. Die groben Richtlinien für die Pläne konnten bereits gemeinsam abgemacht werden.
Die Jahresschule kombiniert Unterricht und Betreuung. Am Vormittag wird gelernt, am Nachmittag werden die Kinder betreut. Die Betreuungszeiten werden von den Eltern finanziert. Mit dem Pilotprojekt will die Gemeinde Belp sowohl Familien als auch Lehrpersonen entlasten. (sda / neo1)
Werbung
