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Verbände genehmigen Baukredit für neues Bildungszentrum Holz Lützelflüh
Die Mitglieder des Schreinermeisterverbands Kanton Bern und von Holzbau Schweiz Sektion Bern haben den Baukredit über 17,3 Millionen Franken für das geplante Bildungszentrum Holz Lützelflüh einstimmig bewilligt. Damit ist der Weg frei für die nächste Projektphase.
Sowohl der Schreinermeisterverband Kanton Bern als auch Holzbau Schweiz Sektion Bern haben an ihren ausserordentlichen Generalversammlungen den Baukredit von 17,318 Millionen Franken für das neue Bildungszentrum Holz Lützelflüh (BHL) einstimmig gutgeheissen. Damit kann das gemeinsame Grossprojekt der beiden Verbände planmässig weiterverfolgt werden.
Am 29. Oktober 2025 fand die ausserordentliche Generalversammlung des Schreinermeisterverbands in der Espace Arena in Biglen statt. Präsident Jürg Rothenbühler stellte das Projekt den anwesenden Mitgliedern vor und zog Parallelen zum Veranstaltungsort. Nach einer sachlichen Diskussion folgte die Versammlung dem Antrag des Vorstands einstimmig.
"Es ist ein Meilenstein für unsere ganze Branche", so Jürg Rothenbühler. Er sei überzeugt, dass das neue Zentrum auch über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt und anerkannt werde. Im Moment sei man sich wohl eher nur in Lützelflüh und Umgebung und bei den beiden Verbänden bewusst, wie gross das neue Zentrum überhaupt wird.
Am darauffolgenden Tag, dem 30. Oktober 2025, trafen sich die Mitglieder von Holzbau Schweiz Sektion Bern im Landgasthof Schönbühl. Präsident Peter Haudenschild informierte gleich zu Beginn über die Zustimmung der Schreiner und leitete die Diskussion über das Bauprojekt. Auch die Holzbauer stimmten dem Baukredit schliesslich einstimmig zu.
Beide Präsidenten zeigten sich erfreut über das klare Ergebnis:
"Wir haben zwar nie ernsthaft an der Zustimmung unserer Mitglieder gezweifelt, doch die letzten zwölf Monate waren sehr intensiv", erklärten Jürg Rothenbühler und Peter Haudenschild gemeinsam. "Umso grösser ist die Freude über die breite Unterstützung für dieses wichtige Zukunftsprojekt."
Darauf angesprochen ob es das Projekt so überhaupt gäbe, wenn die beiden Präsidenten nicht auch noch im Grossen Rat politisieren würden, sagt Jürg Rothenbühler: "Das ist schwierig zu sagen. Aber wir haben die gleiche Gesinnung und unsere Berufe ähneln sich sehr. Wir kommen aus derselben Branche und haben die gleichen Bedürfnisse. Deshalb war es nur logisch, dass wir diese Projekt auch zusammen anpacken und stemmen wollten und nun auch umsetzen."
Ein zentrales Anliegen in der Planung war, dass das Bauvorhaben ohne Ausnahmebewilligungen realisiert werden kann. Dieses Versprechen hatten die beiden Verbände bereits zu Beginn gegenüber den Anwohnenden und Eigentümerinnen und Eigentümern an der Emmentalstrasse abgegeben – und konnten es einhalten.
"Es hat zwar noch die eine oder andere Anpassung gebraucht. Aber schlussendlich konnten wir auch ohne Mehrkosten das Projekt ohne Ausnahmebewilligungen planen", sagt Peter Haudenschild. Gerade die Finanzierung bleibt für beide Verbände eine Herausforderung. "Wir müssen die nächsten zehn Jahre nun etwas enger durchkommen. Dazu müssen unsere Mitglieder auch mehr Beiträge zahlen. Aber es ist eine wichtige Investition in die Zukunft", ist Jürg Rothenbühler überzeugt.
Mit der Zustimmung der Mitglieder ist der Weg nun frei für die nächste Etappe: Die Einreichung des Baugesuchs ist im ersten Quartal 2026 vorgesehen.
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