(Bild: zvg / Movistar)
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Reusser nach WM zwischen Gold und Enttäuschung
Marlen Reusser aus Hindelbank gewinnt in Ruanda Gold im Zeitfahren und wird Weltmeisterin. Doch im Strassenrennen bleibt sie mit Rang neun hinter den Erwartungen – und findet deutliche Worte.
Mit ihrem Sieg im Einzelzeitfahren hat Marlen Reusser aus Hindelbank der Schweiz nach 15 Jahren wieder eine Weltmeisterin bei der Elite beschert. Der Triumph in Kigali war der Höhepunkt einer insgesamt erfolgreichen Strassen-WM. Gleichzeitig zeigte das Strassenrennen der Frauen, dass nicht alle Hoffnungen erfüllt wurden. "Ich musste das zuerst verarbeiten. Ich bin super enttäuscht von diesem Strassenrennen", sagte Reusser nach Platz neun. Gemeinsam mit Teamkollegin Elise Chabbey hatte sie auf eine Medaille gehofft. „Wir waren eigentlich das stärkste Team am Start. Ich hatte sehr gute Beine, aber das Rennen ist uns irgendwie aus der Hand geglitten.“
14 Kilometer vor dem Ziel versuchte Reusser mit einem Angriff das Feld zu sprengen, Chabbey schloss wenig später auf. Doch der Vorstoss reichte nicht, um zur Spitze aufzuschliessen. Am Ende fuhr Chabbey als beste Schweizerin auf Rang vier, Reusser musste sich mit Platz neun begnügen. "In dem Moment hat es für Elise und mich Sinn gemacht. Aber rückblickend denke ich: falsch gespielt", bilanzierte Reusser selbstkritisch.
Trotz der Enttäuschung im Strassenrennen bleibt die Bilanz positiv: Vier Medaillen für die Schweiz, darunter Reussers Gold im Zeitfahren sowie Podestplätze im Nachwuchsbereich. Und die nächste Chance wartet schon – an den Europameisterschaften in Südfrankreich zählt die frischgebackene Weltmeisterin erneut zu den Favoritinnen. (sda / neo1)
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