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| Gesundheit

Geburtenabteilung im Spital Langenthal geht zu

Die Spitalgruppen SRO und Emmental konzentrieren ab Oktober 2025 die Geburten auf den Standort Burgdorf. Die Geburtenabteilung in Langenthal wird geschlossen.

Das haben die beiden Spitalgruppen am Dienstag in Langenthal vor den Medien bekannt gegeben. Die ambulante Schwangerschaftsbetreuung durch Hebammen und Gynäkologinnen und Gynäkologen und auch die Nachkontrollen werden wie bisher an allen drei Spitalstandorten in Burgdorf, Langenthal und Langnau möglich sein.

Stationäre und ambulante gynäkologische Gesundheitsleistungen und Sprechstunden, etwa bei Brust- oder Unterleibserkrankungen, werden weiterhin am Standort Langenthal angeboten.

Gewerkschaftsbund fordert Erhalt der Geburtshilfe in Langenthal

Der Gewerkschaftsbund Oberaargau (GBO) will sich nach eigenen Angaben gegen die Schliessung der Geburtenabteilung in Langenthal wehren. Es gehe um die Versorgungssicherheit und um Arbeitsplätze im Oberaargau, schrieb der GBO in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Belegschaft wurde laut Tamedia-Zeitungen am Montagmittag über die Pläne zur Schliessung der Geburtenabteilung informiert. Am Nachmittag gab es eine Protestaktion vor dem Spital in Langenthal. Die SRO AG und die Spital Emmental AG wollten am Dienstagvormittag vor den Medien Stellung nehmen.

Immer mehr Angebote - besonders solche für Frauen - verschwänden aus den ländlichen Regionen, schrieb der Gewerkschaftsbund Oberaargau und erinnerte an Frutigen, Münsingen, Zweisimmen und Riggisberg. Die Schliessung der Geburtshilfe in Langenthal wäre "ein herber Schlag für Langenthal und für den ganzen Oberaargau".

Mit jedem geschlossenen Standort werde der Weg zur Geburt länger, die Arbeitsbedingungen prekärer und die Versorgung unsicherer, heisst es in der Mitteilung des Gewerkschaftsbundes Oberaargau weiter. 

Auch Langenthaler Gemeinderat stellt sich gegen Schliessung

Der Langenthaler Gemeinderat hat sich am Donnerstag gegen die Schliessung der Geburtenabteilung am Spital ausgesprochen. Er will sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Erhalt der Abteilung oder zumindest ein möglichst gleichwertiges Angebot vor Ort einsetzen.

Eine Schliessung der Geburtenabteilung würde die Wege für werdende Eltern verlängern und die damit verbundenen Risiken erhöhen, schreibt die Stadtregierung in einer Mitteilung.

"Eine Geburtenabteilung arbeitet aufgrund der geltenden Tarifierungsregeln häufig defizitär – nicht nur in Langenthal", heisst es in der Mitteilung. Sie sei jedoch ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Leistungsangebots eines regionalen Spitalzentrums und sorge zudem für eine enge Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem Spital.

Auch den drohenden Abbau qualifizierter Arbeitsplätze in der Region betrachtet der Gemeinderat kritisch. Eine Schliessung der Geburtenabteilung sei für den Gemeinderat nicht akzeptabel. Insbesondere fehle eine Gesamtstrategie der Spitäler für die Versorgungsregion.(sda)

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