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| Politik | Abstimmungen

Niederhünigen prüft, ob die Verwaltung nach Konolfingen ausgelagert werden soll

Die Gemeindeversammlung von Niederhünigen erteilte dem Gemeinderat grünes Licht, um die Verwaltung an die Nachbargemeinde Konolfingen auszulagern. Mit der Zustimmung zum geplanten Bürgerbus für die Region Konolfingen – Grosshöchstetten – Worb rückt die Erschliessung an den öffentlichen Verkehr einen Schritt näher.

Nicht weniger als 14 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen in Niederhünigen an der letzten Gemeindeversammlung des Jahres teil und beteiligten sich intensiv an den gesetzten Themen. Viel Gesprächsbedarf bestand bei der Teilrevision des Organisationsreglements. Der Gemeinderat beantragte eine gesetzliche Grundlage zur Auslagerung der Verwaltung, um mit der Nachbargemeinde Konolfingen in Verhandlungen treten zu können. In den Voten der Versammlungsteilnehmenden kam zum Ausdruck, dass der Verlust der eigenen Verwaltung im Dorf schmerzt, aber letztendlich setzte sich die Einsicht durch, dass eine nachhaltige Lösung beim herrschenden Fachkräftemangel die politische Selbständigkeit stärkt und den komplexen Anforderungen an eine Gemeindeverwaltung besser gewachsen ist.

Einstieg ins Bürgerbusprojekt "mybuxi"

Niederhünigen ist bis heute mit keinen öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Nun entschied sich die Versammlung zur Teilnahme am Projekt Bürgerbus für die Region Konolfingen – Grosshöchstetten – Worb. Der geplante Versuchsbetrieb zusammen mit "mybuxy" soll ab 2027 aufgenommen werden und auch die abgelegenen Gebiete an den öffentlichen Verkehr anschliessen. Mit dem Rufbus geht der Wunsch der Bevölkerung zumindest teilweise in Erfüllung und im Hinblick auf künftige Entwicklungen, wie z.B. den selbstfahrenden Shuttles können wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.

Nach wie vor ein freier Platz im Gemeinderat

Weniger erfolgreich verlief die Suche nach einer Nachfolge für den freiwerdenden Gemeinderatssitz. Weder im Vorfeld noch an der Versammlung meldeten sich Kandidierende, so dass der Sitz erstmals vakant bleibt.

Gemeindeversammlung genehmigt Budget 2026

Schliesslich genehmigte die Versammlung auch das Budget 2026, obschon mit einem erheblichen Defizit gerechnet wird. Die guten Abschlüsse der letzten Jahre erlauben es, die bisherigen Steuersätze von 1.7 respektive 1.2‰ für die Liegenschaften ein weiteres Jahr zu bestätigen. (pd/neo1)

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