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| Sport | Wochengespräch

Neue Rolle zum Saisonstart: Remo Käser nach dem Rücktritt

Am 3. Mai beginnt mit dem Emmentalischen Schwingfest in Oberdiessbach die neue Saison – und damit auch eine neue Rolle für Remo Käser. Der 28-Jährige ist nicht mehr im Sägemehl im Einsatz, sondern steht heute am Rand. Fast ein Jahr nach seinem Rücktritt hat sich der frühere Spitzenschwinger im neuen Alltag eingerichtet.

Sechs Kranzfestsiege, 55 Kränze und ein dritter Rang am Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2016 stehen in seiner Bilanz. Dennoch zog Käser im vergangenen Sommer einen Schlussstrich – vor allem wegen zahlreicher Verletzungen.
Heute blickt er gefestigt auf diesen Entscheid zurück: "Es war schwieriger, den Entscheid zu treffen als das, was danach kam." Der Schritt sei das Richtige gewesen: "Ich habe den Rücktritt bis jetzt noch nie bereut." Dem Schwingen ist Käser treu geblieben. Beim Schwingklub Kirchberg ist er neu als technischer Leiter tätig und betreut die Aktiven. "Ich kann das Training jetzt so planen, wie ich es früher gerne gehabt hätte", sagt er. Gleichzeitig habe er gemerkt, dass die aktive Zeit vorbei ist: "Wenn es mich reizen würde, könnte ich im Training noch mit einem zusammen greifen – aber es bringt es nicht mehr."
Auch mental habe ihn seine Karriere geprägt – besonders die schwierigen Phasen. "Immer wieder aufzustehen und zurückzukommen braucht viel – darauf kann man manchmal fast noch stolzer sein als auf die Erfolge."

Mit Blick auf die kommende Saison wird Käser den Sport nun aus einer neuen Perspektive verfolgen – als Trainer, Experte und Zuschauer. „Dann muss ich endlich nicht mehr immer Fragen beantworten, wenn ich nach einer Verletzung zurückkomme“, sagt er mit einem Schmunzeln.

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