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Neue Pläne für das ehemalige Stämpfli-Areal in Langnau

Nach dem Nein der Stimmberechtigten zu einer Überbauungsordnung für einen neuen Lidl-Supermarkt mit Gewerbe- und Wohnnutzungen gibt es für die vordere Zürchermatte in Langnau (ehemaliges Stämpfli-Areal) neue Pläne. Neu steht der Bau von Wohnungen im Vordergrund. Nun können sich Interessierte zum Vorhaben äussern.

Beim 2023 vom Volk abgelehnten Projekt befürchteten die Gegner, dass nach Coop und Aldi ein dritter Supermarkt, ausserhalb des Dorfkerns, den Detaillisten im Dorfkern zusetzen könnte. Auch der Verkehr wurde als Gefahr für die Schulwegsicherheit gesehen. Der Gemeinderat hofft, dass die neuen Pläne im Sinne der Bevölkerung sind, sagt Gemeinderat Roland Zaugg. "Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Projekt eine gute Grundlage haben, um die Vordere Zürchermatte als Abschluss der ganzen Überbauung in der Zürchermatte realisieren zu können."

Das Areal grenzt an das Berufsbildungszentrum und eine bestehende Wohnüberbauung an. Die Bay Projektentwicklung AG aus Konolfingen hat das Grundstück von Lidl erworben. Beim neuen Projekt soll das Wohnen im Fokus stehen. Im Erdgeschoss sollen aber auch Gastgewerbe, Dienstleistungen und stilles bis mässig störendes Gewerbe bei Bedarf Platz finden. "Viel mehr als ein kleiner Quartier-Laden wird dort aber nicht möglich sein. Denn die Ladenfläche ist klar begrenzt", so Roland Zaugg.

Um diese Mischnutzung zu ermöglichen braucht es eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Die Überbauung muss sich sorgfältig in die Umgebung einfügen und hochwertige Aussenräume bieten.

Im Areal sind laut Mitteilung zudem Massnahmen zur Förderung der Biodiversität und zur Hitzeminderung umzusetzen, so zum Beispiel standortgerechte, klimaresistente Pflanzen und Bäume, unversiegelte und bepflanzte Flächen und die Rückhaltung von Regenwasser.

Neue Abstellplätze für Motorfahrzeuge sind - mit Ausnahme von Besucher- und Kundenparkplätzen - unterirdisch anzuordnen. Die Erschliessung des Areals für den motorisierten Individualverkehr erfolgt ab der Burgdorfstrasse. Zur Verbesserung der Schulwegsicherheit prüft die Gemeinde verschiedene Massnahmen im Zuge einer künftigen Umgestaltung der Einfahrt Zürchermatte.

Vom 2. April bis am 8. Mai können sich Interessierte im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung äussern. Roland Zaugg hofft auf viele Eingaben. "Das ist die erste Möglichkeit, bei der sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Langnau einbringen können und ihre Wünsche und Ängste deponieren können. Wir hoffen, dass möglichst viele mitmachen, damit die Mitwirkung breit abgestützt ist."  (neo1 / sda)

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