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Neue Brauerei in Langenthal wagt sich an den Biermarkt
Wo früher Porzellan produziert wurde, wird jetzt Bier gebraut. In der Ofenhalle der ehemaligen Porzellanfabrik in Langenthal nimmt die Brauerei "Langenthaler" ihre Produktion auf.
Das Führungsteam der im vergangenen Jahr dafür gegründeten Reib AG besteht aus Geschäftsführer Florian Eichenberger und Verwaltungsratspräsident Hans Baumberger. Sie werden unterstützt von Stefan Beck, Braumeister der Langatun Distillery AG. Investoren sind Unternehmer aus der Region. Das Aktienkapital liegt bei 860'000 Franken.
Langenthal braucht ein eigenes Bier, sagte Hans Baumberger an einem Medienanlass. In Langenthal existiert aktuell nur eine Kleinstbrauerei mit ihrem "Fürobebier". Die Brau AG, welche das Hasli-Bier und später das 49er-Bier produzierte, ging vor zwei Jahren Konkurs. Mit der neuen Brauerei soll es aber klappen. "Weil wir die Brauerei auf höchste Effizienz ausgelegt haben", betont Florian Eichenberger.
Der Verkaufsstart für das neue Bier ist im Juni geplant. Zum Start wollen Baumberger und Eichenberger ein helles Lagerbier und ein alkoholfreies Bier anbieten.
240-jährige Brautradition
Die Brautradition in Langenthal reicht bis ins Jahr 1785 zurück. Damals erhielt Georg Mumenthaler die erste Braukonzession. Den eigentlichen Durchbruch erlebte das Langenthaler Bier 1859, als Jakob Baumberger die Brauerei erwarb. Das Bier der Familie Baumberger erlangte weitherum Anerkennung. 1974 stieg Hans Baumberger in den Betrieb seines Ur-Grossvaters ein. Er habe "Bier im Blut", sagt Hans Baumberger. 1983 verkauft die Familie Baumberger das Unternehmen an die Bierfirma Hürlimann. Der Verkauf ist gleichbedeutend mit dem Ende der Brauerei.
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