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Moorrundweg Sörenberg: noch offen ob Beschwerde weiter geht

Die Bergbahnen Sörenberg möchten auf der Rossweid einen weiteren Ausbauschritt tätigen und im sogenannten Mooraculum einen neuen Moorrundweg realisieren. Nachdem die Gemeinde Flühli und der Kanton Luzern die Einsprachen verschiedener Umweltverbände abgeweisen haben, hoffen die Bergbahnen Sörenberg, dass erneute Beschwerden nun ausbleiben und der Moorrundweg nächstes Jahr eröffnet werden kann.

Das bestätigen Kanton und Gemeinde gegenüber neo1. Der neue Moorrundweg sei ein wichtiges, ergänzendes Sommerangebot für die Region und eine weitere Variante, um die Bevölkerung über die Moorlandschaft zu informieren, so das Argument für die Abweisung. Der Gemeindeammann von Flühli, Hans Lipp, betont zwar gegenüber neo1, dass ihnen sehr wohl bewusst sei, dass die Moorlandschaft ein sensibles Gebiet sei und unbestritten Schutzgebiet sei. Trotzdem sei der geplante Eingriff in die Natur nicht gross und daher zu verantworten. Deshalb will die Gemeinde den Bergbahnen die Baubewilligung ausstellen, auch wenn die Einsprecher dies als unnötigen Eingriff in die Natur kritisieren.

Die Gemeinde informiert jetzt die Einsprecher über den für sie negativen Entscheid. Sie haben danach noch zwanzig Tage Zeit, um dagegen Beschwerde beim Gericht einzureichen. So könnte der neue Moorrundweg allenfalls noch verhindert oder zumindest verzögert werden. Ohne Beschwerde wird die Baubewilligung Mitte August rechtskräftig und der Bau kann beginnen.

Der Entscheid der Gemeinde Flühli und des Kantons Luzern, die Einsprachen abzuweisen freut die Bergbahnen Sörenberg. Direktor René Koller hofft, dass es jetzt nicht nochmal Einsprachen gibt: "Es ist so, dass das Projekt jetzt bei allen wichtigen Ämter, auch im Kanton durch ist. Die haben das alles angeschaut und beurteilt und anhand der Beurteilungen konnte und die Gemeinde Flühli die Baubewilligung ausstellen". So fundiert wie alles nochmals überprüft worden sei, hoffe er, dass die Einsprechenden nicht nochmals einen Anflauf nehmen und an das Kantonsgericht weiter ziehen würden. Ob die Umweltverbände doch noch einmal Beschwerden einlegen werden, sei schwierig vorauszusagen, so René Koller. Das Ziel der Bergbahnen Sörenberg sei es, den Moorrundweg im nächsten Jahr zu eröffnen. Die Umweltorganisation Bird Life Luzern, die zusammen mit dem WWF und Pro Natura Einsprache erhoben hatte, sagte gegenüber neo1, dass sie noch nicht wüssten, ob sie die Beschwerde weiterziehen werden. Sie würden die 20-tägige Frist sicher brauchen, meinte Geschäftsführerin Maria Jakober. 

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