Die traditionelle Bewässerung bei den Wässermatten Oberaargau. (Bild: zvg / Keystone SDA)
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Langenthal: Die traditionelle Bewässerung der Landschaft ist ein weltweites Thema
Vom 16. bis 19. September 2026 fand auf dem Campus der Berufsfachschule Langenthal die Jahrestagung des Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa statt. Ein Anlass, bei dem es vor allem um die Bewässerung der Landschaft geht.
Am Anlass nahmen Personen teil, die sich für die Schnittmenge zwischen Wasser und Kulturlandschaft interessieren und dafür, wie das Wasser dort durch gelenkt wird. Bespiel: Die Wässermatten im Oberaargau, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Unter dem Motto "gelenktes Wasser - gestaltete Landschaft" gab es verschiedene Vorträge, erzählt Werner Stirnimann, Geschäftsführer vom internationalen Zentrum für traditionelle Bewässerung. Dabei lernten die Teilnehmenden auch etwas über das gelenkte Wasser. "Früher flossen die Bäche einfach kreuz und quer durch die Landschaft, die Langete beispielsweise hatte keinen fixen Lauf. Erst im Verlauf der letzten rund 1'200 Jahre wurde das Wasser der Langete durch die Kulturlandschaft gelenkt."
Die traditionelle Bewässerung sei ein grosses und wichtiges Thema, betont Werner Stirnimann. Sie gehe weit über den Oberaargau hinaus. "Es gab sogar einen Vortrag über traditionelle Bewässerung in Ostafrika. Es war sehr eindrücklich zu sehen, dass dort gleiche Prinzipien wieder zum Einsatz kommen." So könne sich die traditionelle Bewässerung zum Beispiel in Kenia gegen neue Technologien durchsetzen. Bei der traditionellen Bewässerung komme das Wasser nur mit der Schwerkraft auf die Felder, erklärt Werner Stirnimann. In Langenthal kommt das Wasser zum Beispiel ganz ohne technische Hilfe von der Langete auf die Wässermatten.
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