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Konolfingen: Hochwasserschutz Tonisbach wird kleiner als ursprünglich geplant

Nach Kritik am ursprünglichen Hochwasserschutz-Projekt Tonisbach setzt die Gemeinde Konolfingen nun auf eine kleinere Variante. Diese findet bei der Bevölkerung und den Anwohnenden mehr Zustimmung.

Im September 2023 hat die Gemeinde Konolfingen über das Hochwasserschutz-Projekt Tonisbach informiert. Geplant war, den Tonisbach auszubauen, um ihn vor einem möglichen grossen Hochwasser, einem sogenannten 100-jähriges Ereignis, zu schützen. Mehrfach hat sich die Gemeinde mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ausgetauscht, die Rückmeldungen waren jedoch überwiegend negativ. Daher wird das Projekt nun kleiner als ursprünglich geplant, erklärte der Konolfinger Gemeindepräsident Heinz Suter an der Gemeindeversammlung diese Woche. "Der Kanton hat die Spielregeln geändert. Der Hochwasserschutz muss nicht mehr vor einem 100-jährigen Ereignis schützen. Das hätte einen riesigen Damm benötigt, den die Anwohnenden nicht akzeptiert haben. Wir haben nun eine Lösung gefunden mit zwei Geschiebe- und Holzrückhalten oberhalb des Quartiers im Wald." Auch weitere Massnahmen im Quartier sind vorgesehen.

Diese kleineren Massnahmen, quasi die Minimalvariante des Hochwasserschutzes Tonisbach, wurde nun von den Anwohnenden akzeptiert, sagt Heinz Suter. "Aber wir decken so kein 100-jähriges Hochwasser ab. Die Anwohnenden sind aber bereit ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen."

Das neue Projekt wird nun ausgearbeitet. Danach startet das gesamte Bewilligungsverfahren. Er geht davon aus, dass die Gemeindeversammlung im nächsten Frühling oder Frühsommer über einen Kredit für diese baulichen Massnahmen abstimmen kann und man dann mit der Umsetzung beginnen kann, erzählt Heinz Suter.

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