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| Politik | Bildung | Gesellschaft

Jugendliche interessieren sich für Politik - sie wirkt aber häufig kompliziert

Zum neunten Mal hat das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente (DSJ) Jugendliche in der Schweiz zum Thema Politik befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Jugendliche grundsätzlich für politische Themen interessieren. Oft ist Politik für viele Junge jedoch zu kompliziert.

Es geht unter anderem darum, zu erfahren, wie gross das politische Interesse bei jungen Menschen ist, ob die Jugendlichen den Schweizer Politikerinnen und Politikern vertrauen und wie sie auf die politische Zukunft blicken. Am sogenannten Jugend- und Demokratiemonitor 2025 nahmen rund 2'000 Schülerinnen und Schüler von Berufsfachschulen und Gymnasien im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aus der ganzen Schweiz teil.

Am Donnerstagnachmittag präsentierten der DSJ und gfs.bern die Resultate an einem Publikationsanlass. Sophie Schäfer, Projektleiterin bei gfs.bern, erklärte im Interview, dass sich viele Jugendliche für Politik interessieren. "Es ist überhaupt nicht so, dass sich Jugendliche heute weniger für Politik interessieren als früher. Aber die Politik ist komplexer geworden, und gleichzeitig ist die Aufmerksamkeitsspanne der jungen Leute wegen Social Media kürzer."

Die Sprache der Politikerinnen und Politiker sowie die politischen Themen selbst seien für viele Jugendliche zu komplex, zeigt der Schweizer Jugend- und Demokratiemonitor 2025. Verständliche politische Bildung sei deshalb wichtig, sagt Sophie Schäfer. "Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich in der politischen Bildung mehr Abwechslung. Sie möchten mehr diskutieren oder dass Personen aus der Politik in die Schulen eingeladen werden, sodass Politik für sie nahbarer wird."

Jugendliche für die Politik zu gewinnen, sei zentral für die Zukunft der Schweizer Demokratie. Das Durchschnittsalter der Stimmberechtigten liege heute bei 58 Jahren, so Sophie Schäfer vom Meinungsforschungsinstitut gfs.bern. Sara Schmid, Co-Geschäftsführerin des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente, ergänzt: "Das ist unsere Zukunft. Die Demokratie lebt von der Beteiligung der Bevölkerung. Junge Menschen sind Teil der Gesellschaft und sollen mitbestimmen können. Das Interesse an der Politik entsteht nicht automatisch mit 18 Jahren. Es muss sich entwickeln, darum müssen wir als Gesellschaft früh ansetzen."

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