Im dritten Anlauf hat es geklappt mit der Steuererhöhung. (Bild: neo1/Pascal Rupp)
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Herzogenbuchsee akzeptiert Steuererhöhung knapp
Nach mehreren Anläufen erhöht Herzogenbuchsee seine Steuern. Die Stimmberechtigten sagten knapp Ja zum Budget 2026 mit einem um einen Zehntel höheren Steuerfuss. Dieser liegt neu bei 1,75 Einheiten.
Eine Steuererhöhung stand zur Diskussion, seit das Volk 2021 den Rahmenkredit von 16 Millionen Franken für die Schulraumplanung guthiess. Doch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger schickten 2022 und 2024 Steuererhöhungen bachab.
Beim Budget 2026 hat der Gemeinderat zwar rund 700'000 Franken eingespart. Das allein reiche aber nicht, um die Gemeindefinanzen langfristig im Lot zu halten, machte er vor der Abstimmung klar. Mit den zusätzlichen Steuereinkünften von rund zwei Millionen Franken pro Jahr will die Gemeinde ein strukturelles Defizit abbauen.
Unter dem Strich rechnet der Voranschlag mit einem Gewinn von 11'000 Franken. Die Stimmberechtigten nahmen ihn mit einem Ja-Stimmenanteil von 52,8 Prozent an. Die Stimmbeteiligung lag bei 50,4 Prozent, wie die Gemeinde am Sonntag auf ihrer Webseite mitteilte.
Gemeindepräsidentin Livia Stauer zeigte sich erleichtert. "Ich bin wirklich froh, hat eine Mehrheit der Bevölkerung die Steuererhöhung angenommen", so Stauer. Der Gemeinderat habe die Signale aus der Bevölkerung ernst genommen und die Ausgaben gesenkt. Dieses "Entgegenkommen" habe nun wohl auch einige Gegner der Steuererhöhung überzeugt, dass diese Erhöhung nötig sei.
Neues Quartier
Mit einer Zustimmung von 72,8 Prozent sagte das Volk auch Ja zur Zonenplanänderung, die ein neues Quartier auf dem Fenaco-Areal westlich des Bahnhofs ermöglicht. Geplant sind rund 750 Wohnungen und Raum für bis zu 1000 Arbeitsplätze. Mit verdichteter Bauweise soll bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
Die identitätsstiftenden Industriebauten sollen erhalten bleiben und teilweise fürs Wohnen umgenutzt werden. Eine Personenunterführung verbindet das Quartier mit dem Bahnhofplatz auf der Westseite.
Ebenfalls Ja sagten die Stimmberechtigten zur Auslagerung der Abwasserentsorgung in den Gemeindeverband ARA Region Herzogenbuchsee. 83,5 Prozent der Stimmenden nahmen die Vorlage an. (sda/neo1)
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