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| Abstimmungen

Grosshöchstetten besiegelt Abschaffung der Gemeindeversammlung

Die Stimmberechtigten von Grosshöchstetten haben der Abschaffung der Gemeindeversammlung definitiv zugestimmt. Die Gemeinde wird künftig politische Entscheide an der Urne fällen.

1057 Stimmende hiessen die Teilrevision der Gemeindeordnung gut, 310 lehnten sie ab. Die Stimmbeteiligung betrug 44,9 Prozent, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte.

Bereits im Februar hatte das Volk die Initiative "Urne statt GV" deutlich angenommen. Die definitive Umsetzung erforderte jedoch eine zweite Abstimmung über die rechtlichen Anpassungen. "Ich ging davon aus, dass es angenommen wird, weil das Resultat im Februar auch schon deutlich war. Über die Deutlichkeit von 77 Prozent Ja-Stimmen bin ich aber doch etwas erstaunt. Es freut mich natürlich, das ist eine klare Ansage. Die Stimmbevölkerung von Grosshöchstetten will das so", sagt Gemeindepräsidentin Christine Hofer.

Die EVP, die FDP und die Freien Wähler hatten die Vorlage unterstützt. Die SP beschloss Stimmfreigabe, die SVP lehnte das Vorhaben ab. Gegnerinnen und Gegner fürchten unter anderem den Verlust von sozialen Kontakten und steigende Kosten. 

Der Gemeinderat hingegen sah Vorteile: Die Stimmbeteiligung bei Urnengängen dürfte laut Abstimmungsbotschaft mit rund 30 Prozent deutlich höher liegen als an den Gemeindeversammlungen, an denen bisher meist weniger als fünf Prozent der Stimmberechtigten teilnahmen. Das sieht auch Livia Howald-Walker so. Sie ist von der Freien Wählergruppe Grosshöchstetten, welche die Initiative ursprünglich lanciert hat. "Es will eine grosse Mehrheit  der Bevölkerung mitreden, mitdiskutieren und mitentscheiden. Nicht nur diese paar Prozent, die zuletzt noch an der Gemeindeversammlung waren." (neo1 / sda)

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