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| Gesellschaft

Grosshöchstetten: Ab Mitte Januar öffnet die Kollektivunterkunft im Neuhuspark

Seit dem vergangenen Frühling steht fest, dass in den Räumlichkeiten des ehemaligen Spitals in Grosshöchstetten künftig geflüchtete Menschen untergebracht werden. Im Neuhauspark, direkt beim Kreisverkehr beim Coop Pronto, hat der Kanton eine Kollektivunterkunft geplant – darüber berichtete auch neo1. Mitte Monat ist nun die Eröffnung geplant.

Wie die Gemeinde Grosshöchstetten auf Anfrage bestätigt, sollen Mitte Januar die ersten Personen einziehen. Die Stimmung sei grundsätzlich positiv, sagt Gemeindepräsidentin Christine Hofer: "Ich blicke dem Ganzen zuversichtlich entgegen. Aus der Bevölkerung kamen nur wenig negative Stimmen. Selbstverständlich gibt es Bedenken, wie es funktionieren wird und wie alle miteinander leben können. Aber nicht in einem Ausmass wie man dies aus anderen Gemeinden hörte." Sie nehme in der Bevölkerung eine grosse Bereitschaft zur Unterstützung wahr, ergänzt Christine Hofer. Was dies konkret für die Gemeinde bedeute, sei momentan jedoch noch unklar. "Es kommt darauf an, was für Personen nach Grosshöchstetten kommen. Sind dies Einzelpersonen oder Familien? Haben sie besondere Bedürfnisse? Dies ist aktuell noch offen und daher weiss ich noch nicht, was auf uns als Gemeinde zukommt." Die Gemeinde arbeite eng mit dem Schweizerischen Roten Kreuz des Kantons Bern zusammen, das die Leitung der Kollektivunterkunft übernehmen werde. Fest stehe, dass die ersten geflüchteten Menschen Mitte Januar in Grosshöchstetten eintreffen, bestätigt die Gemeinde.

Das SRK Kanton Bern ist bereit

Die Räumlichkeiten im ehemaligen Spital in Grosshöchstetten sind grundsätzlich vorbereitet, heisst es vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) Kanton Bern, das für die Kollektivunterkunft für geflüchtete Menschen zuständig ist. Bislang seien noch einige Anpassungen und kleinere Arbeiten vorgenommen worden, erklärt der Mediensprecher Eric Send: "Es gab noch bauliche Anpassungen am Gebäude. Zum Beispiel wurde die Gemeinschaftsküche eingerichtet. Die grösste Herausforderung bei einer Neueröffnung von einer Kollektivunterkunft ist jeweils die Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen." Deshalb wollen sie die Bevölkerung weiterhin laufend einbeziehen und offene Fragen klären, ergänzt Eric Send vom SRK Kanton Bern. Bis der definitive Betrieb der Kollektivunterkunft am kommenden Montag startet, seien nur noch wenige Details zu erledigen. "Es gibt noch Punkte wie die technische Infrastruktur. Das Internet ist so ein Thema. Dazu bereiten wir noch die Schichtpläne vor. Des Weiteren holen wir eventuell noch Secondhand-Möbel für eine Sitzecke oder eine Leseecke." Dazu gehöre das Bereitstellen von Reinigungs- und Haushaltsutensilien wie Tücher, Geschirr oder Bettwäsche. Zu Beginn rechnen die Verantwortlichen mit 30 bis 40 Personen, die in die Unterkunft in Grosshöchstetten einziehen werden. Insgesamt bietet die Unterkunft Platz für bis zu 150 Personen.

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