Am Samstag sind in Bärau zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude in Brand geraten. Es wurden keine Personen verletzt. (Bild: zvg, Kapo Bern)
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Eine Woche nach Grossbrand in Bärau - Solidarität ist gross
Zwei Mehrfamilienhäuser und ein Nebengebäude sind in Bärau in der Nacht auf Sonntag in Brand geraten. Die Bewohnenden konnten die Gebäude selbständig verlassen, verletzt wurde niemand. Die Gemeinde Langnau hat ein Spendenkonto eingerichtet.
Die Löscharbeiten dauerten bis am frühen Nachmittag, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Die Durchfahrt Langnau-Trubschachen blieb für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt, die entsprechende Bahnlinie ebenso.
Die Häuser wurden durch das Feuer stark beschädigt und sind unbewohnbar. Die betroffenen Personen konnten vorübergehend anderweitig untergebracht werden, hiess es in der Mitteilung weiter.
Die Meldung über den Brand an der Bäraugrundstrasse sei kurz nach 0.30 Uhr eingegangen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen die Gebäude bereits in Vollbrand. Ausgerückt war ein Grossaufgebot mit Angehörigen der Feuerwehren Region Langnau, Eggiwil und Trub-Trubschachen. Sie brachten den Brand gemäss Communiqué unter Kontrolle.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens aufgenommen.
Gemeinde stellt Hilfe zur Verfügung
Auch der Gemeindepräsident Walter Sutter war seit dem frühen Morgen vor Ort. Es sei das schwerste Brandunglück seit langem in der Gemeinde, sagt er im Interview mit neo1. Die Zusammenarbeit der verschiedenen involvierten Rettungsdienste und Feuerwehren sei gut angelaufen. Er sei zudem sehr froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Die Betroffenen, mit denen er gesprochen habe, hätten bisher gefasst gewirkt, aber der Einbruch komme wohl noch, so Sutter. Es gebe aber psychologische Hilfe.
Da die Betroffenen in der Nacht vom Feuer geweckt wurden, habe die Gemeinde nun schnell reagiert und geholfen, Kleider sowie Unterkünfte zu organisieren. So haben für die kommenden Nächte alle eine Unterkunft gefunden, sei es in Hotels oder auch bei Bekannten. Für die längerfristige Unterbringung gebe es auch schon Angebote aus der Bevölkerung. Die Solidarität sei sehr gross, sagt der Gemeindepräsident weiter.
Grossaufgebot vor Ort
Alertswiss hatte in der Nacht vor einer starken Rauchentwicklung und unangenehmem Geruch gewarnt. Fenster und Türen sollten geschlossen, Lüftungen und Klimaanlagen ausgeschaltet werden. Für die Bevölkerung bestand nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr, hiess es in der Mitteilung der Kantonspolizei.
Im Einsatz standen Spezialisten der Kantonspolizei, mehrere Ambulanzen, ein Care-Team, Gemeindevertreter und das zuständige Regierungsstatthalteramt, wie eine Sprecherin der Polizei weiter sagte.
Spendenkonto eingerichtet
Die Gemeinde Langnau hat ein Spendenkonto zugunsten der Betroffenen eingerichtet, wie sie auf ihrer Webseite mitteilt.
Geldspenden zugunsten der Betroffenen können ab sofort auf folgendes Konto einbezahlt werden:
IBAN CH93 0900 0000 3000 1336 1
lautend auf die Einwohnergemeinde Langnau, 3550 Langnau i. E., mit dem Vermerk "Spendenkonto Brand Bäraugrundstrasse 2026"
Materielle Spenden können während der ordentlichen Öffnungszeiten der Präsidialabteilung (praesidial@langnau-ie.ch oder 034 409 31 91 ) gemeldet werden. Es sollen keine materiellen Spenden direkt bei der Gemeindeverwaltung vorbeigebracht werden.
Die Solidarität ist gross
Die Gemeinde Langnau hat vor einer Woche ein Spendenkonto eingerichtet, um den Menschen zu helfen, die ihr Zuhause verloren haben. Die Solidarität ist gross, erzählt Gemeindepräsident Walter Sutter. „Es haben uns auch Spenden aus der weiteren Umgebung erreicht. Die Menschen haben auch unaufgefordert gespendet. Kleider, Möbel, Geld. Die Spenden sind sehr vielseitig.” Diese Solidarität zu sehen, sei sehr schön, ergänzt Sutter. Laut dem Langnauer Gemeindepräsidenten hätten inzwischen alle Betroffenen eine neue Wohnung gefunden.(neo1/sda)
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