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| Politik

Gemeinderat Lützelflüh muss bei Ortsplanungsrevision nachbessern

An der Gemeindeversammlung in Lützelflüh gaben weder die Jahresrechnung 2021 mit einem Ertragsüberschuss von 1,3 Millionen Franken noch die Kenntnisnahme der Kreditabrechnung für die Sanierung des Lernschwimmbeckens zu reden. Die 111 Anwesenden waren vielmehr gekommen, um mit grosser Mehrheit eine Änderung der Ortsplanungsrevision zu fordern. 

Unter dem Traktandum "Verschiedenes" wurden zwei Anträge im Zusammenhang mit der OPR, die aktuell zur Vorprüfung beim Kanton ist, mit grosser Mehrheit und Applaus für erheblich erklärt. Damit ist der Gemeinderat verpflichtet, die beanstandeten Punkte nochmals zu überarbeiten. "Ich bin froh, dass es jetzt gekommen ist, aber ich bedauere, dass es nicht während der Mitwirkung kam", sagt Gemeindepräsident Kurt Baumann zu neo1. Überrascht wurde er von den Anträgen insofern nicht, dass er ungefähr eine Woche vor der Versammlung davon wusste und in der Folge mit dem Antragsteller telefonierte. Die Gemeinde wollte im Unterdorf vier Parzellen zusammenlegen, so Baumann, und darauf eine Überbauung realisieren, in der auch ein Doppelkindergarten geplant war. Der eine Antrag zielte darauf ab, dass die Parzelle, auf dem der Kindergarten gebaut werden soll, in einer separaten Zone gesichert werden soll. Auf der angrenzenden Zone mit Planungspflicht soll gemäss dem zweiten Antrag nur zwei- statt dreigeschossig gebaut werden können. Der Gemeinderat werde nun in Zusammenarbeit mit dem Ortsplaner dem Auftrag entsprechend weiter arbeiten und hoffe, spätestens im Herbst 2023 die Ortsplanungsrevision den Stimmberechtigten vorlegen zu können, so Gemeindepräsident Baumann. Zu einer Verzögerung der Ortsplanung werde dies wohl nicht führen. 

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