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| Gesellschaft

Feuerverbot bringt Berner Sommerlager durcheinander

Ums Lagerfeuer sitzen, gemeinsam kochen und bis spät in die Nacht Geschichten erzählen: Für viele gehört das Lagerfeuer zu den prägendsten Momenten eines Sommerlagers. Diesen Sommer aber blieb es in weiten Teilen des Kantons Bern still und dunkel - Feuerverbot.

Wegen der anhaltenden Trockenheit und Hitze gilt derzeit in sechs von zehn Berner Verwaltungskreisen ein Feuerverbot im und rund um den Wald. Betroffen sind davon auch das Emmental und das Oberaargau und damit zahlreiche Sommerlager von Pfadi, Jungschar und Cevi, die genau in diesen Regionen ihre Ferienlager durchführen.

So auch die Cevi Wyssachen, die ihr diesjähriges Sommerlager letzte Woche in Oberburg verbrachte. Lagerleiter Ivan Leuenberger bestätigt, wie sehr das Verbot den Lageralltag geprägt hat: «Wir kochen auf Feuer und hocken generell sehr viel am Feuer. Jetzt haben wir mit Gas gekocht, weit weg vom Haus und vom Wald, damit es sicher ist.» Besonders anspruchsvoll war dabei der Zeitdruck. Die Gefahrenstufe vier von fünf trat erst kurz vor Lagerbeginn in Kraft, wie Leuenberger erklärt: «Die ganze Umplanung war sicher eine ganze Woche vor Lagerstart. Denn wir wussten es vorher nicht und mussten uns bei den verschiedenen Ämtern die Informationen zusammenholen.» Neben dem Feuerverbot bereitete den Verantwortlichen auch die Hitze selbst Sorgen. Hitzeschläge seien in diesem Sommer leider ein Thema gewesen, so Leuenberger. Sobald es möglich war, zog sich das Lager deshalb in den schattigen Wald zurück.

Wie zentral das Lagerfeuer für die Stimmung im Lager ist, bestätigt auch Sophie vom Team der Cevi Burgdorf: «Das Lagerfeuer gehört einfach zur Stimmung dazu. Wir verbringen so viel Zeit am Feuer. Wir singen, spielen Gitarre, essen das Dessert und teilen unsere Geschichten, es macht einen grossen Teil der Stimmung aus.»

Nicht alle Lager waren vom Verbot jedoch gleich stark betroffen. Bei der Jungschar EGW Langenthal etwa fiel das Feuerverbot diesen Sommer weniger ins Gewicht, wie Hauptleiter Philip Fahrni erklärt: «Aktuell sind wir im Sommerlager aber in einem Haus und sind also nicht auf das Feuer angewiesen.» Ganz ohne Auswirkungen wäre ein Feuerverbot für die Jungschar aber auch nicht geblieben, wie Fahrni ergänzt: «Letztes Jahr hätte es uns aber stark getroffen, denn da haben wir immer mit dem Feuer gekocht.»

Für Ivan Leuenberger von der Cevi Wyssachen bleibt trotz allem klar, wie zentral das Lagerfeuer normalerweise für die Stimmung im Lager ist: «Das Lagerfeuer macht schon einen grossen Teil der Stimmung aus.»

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