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Erste "Pro Juventute Jugendstudie": Jeder 10. Jugendliche in professioneller Behandlung

Jugendliche in der Schweiz fühlen sich durch soziale Medien weniger gestresst als erwartet. Dies ist eine der Erkenntnisse der ersten Jugendstudie von Pro Juventute. Mädchen und jungen Frauen geht es deutlich schlechter als ihren männlichen Kollegen.

Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich entstanden, wie Pro Juventute mitteilte. Die Stiftung hatte die Studie zunächst in Sonntagsmedien platziert. Befragt wurden Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren.

In der repräsentativen Befragung gaben 88 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, sich psychisch wohl zu fühlen. In Bezug auf die physische Gesundheit sind es gar 94 Prozent. "Trotz dieser hohen Werte geben 30 Prozent der jungen Menschen auch an, sich häufig müde und erschöpft zu fühlen", sagt die Leiterin Politik und Medien von Pro Juventute, Lulzana Musliu, im Interview mit neo1.

Schule und Prüfungen stressen am meisten

Am stärksten zum Stress tragen Schul- und Ausbildungsstress mit Prüfungen bei. Ferner der allgemeine Leistungsdruck, Geldsorgen, hohe Anforderungen und Sorgen um die berufliche Zukunft. Überraschend hingegen: Stress durch soziale Medien ist für nur für rund 15 Prozent ein grosses Problem.

Allerdings zeigt sich auch in dieser Befragung ein bekanntes Muster: Mädchen und jungen Frauen geht es deutlich schlechter als gleichaltrigen Jungen und jungen Männern. Zwölf Prozent der teilnehmenden Mädchen und Frauen waren zum Zeitpunkt der Befragung in einer psychotherapeutischer Behandlung. Etwa ein Drittel hat bereits professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie in Anspruch genommen. (sda / neo1)

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