So wie hier im Groggenmoos soll auch im Hünigenmoos bald gezähmt werden (Bild: www.chisebach.ch)
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Durchbruch: Lösung für Hochwasserschutz im Hünigenmoos liegt auf dem Tisch
Nach vielen Jahren erfolglosen Verhandlungen liegt nun für den Hochwasserschutz im Hünigenmoos bei Konolfingen erstmals überhaupt ein unumstrittener Vorschlag auf dem Tisch.
Während vielen Jahren gab es immer wieder viel Widerstand gegen die geplanten Hochwasserschutzmassnahmen im Hünigenmoos. Kritiker wehrten sich gegen den Landverlust, gegen die Einschränkungen durch den angedachten fünf Meter hohen Damm oder gegen die Umlegung der Bäche. Anfang 2024 startete der Kanton Bern deshalb nochmals eine Initiative, um ein Projekt auszuarbeiten, hinter dem alle Beteiligten und Betroffenen stehen können. Unter dem Motto "Reise zum akzeptierten Risiko" fanden vier Workshops statt. Das Resultat sind nun erste Massnahmen, die von allen getragen werden. Unter Berücksichtigung der erwarteten Wassermengen bei einem Hochwasser, wie es statistisch alle 30, 100 oder 300 Jahre vorkommen könnte, wurde geprüft, welche Massnahmen nötig sind. Dabei kam heraus, dass es für ein 100-jähriges Hochwasser nicht viel mehr Massnahmen braucht als für ein kleineres. Daher verzichtet der Kanton nun auf den fünf Meter hohen Damm, denn die Betroffenen konnten sich auf eine weniger hohe Variante einigen, sagt der Projektleiter des Kantons, Adrian Fahrni, gegenüber der Wochenzeitung. Zudem wurden in den Workshops mehrere weitere Ideen aufgenommen. So soll der Hünigenbach nicht mehr umgelegt werden, sondern beim Fussballplatz Inseli in den Gewerbekanal fliessen. Zudem soll die Abflusskapazität des Gewerbekanals erweitert werden, damit er bei Hochwasser die Chise entlasten kann.
Die Ideen werden nun weiter ausgearbeitet. Noch seinen viele Fragen offen und viele Details zu klären, sagt Adrian Fahrni. Der Wasserverband Chise geht davon aus, dass die Hochwassermassnahmen am Schluss rund 6,5 Millionen Franken kosten. Die beteiligten Gemeinden werden die entsprechenden Kredite noch bewilligen müssen. Zudem werden auch Beiträge von Bund und Kanton erwartet.
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