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| Wochengespräch

Die neue Spitalchefin Regula Feldmann im neo1-Wochengespräch

Für Regula Feldmann war der Start beim Spital Emmental ein Heimkommen. Vor rund dreissig Jahren hatte sie dort schon ihre erste Stelle in der Pflege, zudem ist die 48-Jährige auch im Emmental aufgewachsen. Nun ist sie seit einem Monat die neue CEO des Spitals Emmental.

Der Start sei gut gegangen, erzählt Regula Feldmann im neo1-Wochengespräch. Und da sie schon rund sechs Wochen früher angefangen hat, als ursprünglich geplant war, habe auch die Übergabe gut geklappt. Regula Feldmann ist gelernte Pflegefachfrau, hat dann aber durch Weiterbildungen den Weg in die Führung und ins Management gemacht. Und nun ist sie also Chefin des Spitals Emmental.

Das Spital sei eigentlich gut aufgestellt, es habe in den letzten Jahren mehr Patienten bekommen und neue Ärzte einstellen können. Trotzdem sieht Regula Feldmann Handlungsbedarf. Insbesondere bei der Digitalisierung müsse das Spital weitergehen. Dabei gehe es nicht darum, Personal einzusparen, sondern bestimmte Arbeiten zu vereinfachen und effizienter zu machen.

Wichtig sei ihr auch der Austausch mit den externen Gesundheitsdienstleitern, also Hausärzten, Spitex oder den Gemeinden. Denn heute bleiben die Patienten und Patienten weniger lang stationär im Spital und müssen dann zuhause weiter betreut werden, sagt die neue Spitalchefin. Daher sei es ihr ein Anliegen, mit all den externen Partnern eine gemeinsame Strategie zu haben.

Eine Herausforderung sei auch der Personalmangel im medizinischen Bereich, insbesondere in der Pflege. "Der Pflegeberuf ist grundsätzlich attraktiv, aber die Arbeitsbedingungen, der Lohn und die Wertschätzung seien zu verbessern", sagt die neue Spitalchefin. Es sei ihr daher wichtig, eine Kultur der Wertschätzung einzuführen.

Das Spital Emmental ist aber auch durch politische Entscheide unter Druck. So wird im Moment ein neues Tarifsystem ausgearbeitet. Das Problem ist dabei aber, dass die Tarife nicht kostendeckend seien und auch die Krankenkassen immer möglichst wenig an Behandlungen zahlen, sagt Regula Feldmann. Das Spital befinde sich daher zwischen den Fronten.

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