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Kanton Bern verfügt Massnahmen gegen Japankäfer

Im Gebiet des Thunersee-Südufers um Spiez wurde 2025 erstmals eine kleine Population des Japankäfers im Kanton Bern bestätigt. Zudem liegen die Oberaargauer Gemeinden Wynau, Roggwil und Schwarzhäusern in der Pufferzone eines Befallsherds im Kanton Solothurn. Der Kanton Bern reagiert deshalb nun mit Massnahmen.

Der gebietsfremde Japankäfer kann grosse Schäden in der Landwirtschaft und in der Natur verursachen. Die äusserst gefrässigen Käfer fressen Blüten, Blätter und Früchte von über 400 Pflanzenarten. Sein Vorkommen müsse deswegen gemeldet und der Käfer bekämpft werden, teilte die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern am Mittwoch mit. "Wie der Japankäfer in die Schweiz kam, ist uns nicht im Detail bekannt", erklärt Walter Beer, er ist beim Kanton Bern zuständig für den Pflanzenschutz. "Wir vermuten aber, dass der Japankäfer über die Verkehrsroute in die Schweiz kam".

Um den Japankäfer möglichst schnell einzudämmen, ist in den drei in der Pufferzone liegenden Gemeinden im Oberaargau der Transport von Grüngut eingeschränkt. "Die Entsorgung von Grüngut sollte hier jeweils über die Gemeinde erfolgen", erklärt Beer. Im befallenen Gebiet in Spiez sind die Massnahmen umfangreicher. Der Transport von Grüngut, Kompost und Oberboden ist eingeschränkt. "Und es gibt ein Bewässerungsverbot im Sommer auch von privatem Rasen", so Beer. Zudem sei im Herbst eine gezielte Bekämpfung der Japankäfer geplant.

Wer einen Japankäfer entdeckt, soll ihn gemäss Kanton fotografieren, einfangen, aufbewahren sowie den Fund der Fachstelle Pflanzenschutz melden.

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