Andrea Camadini. Projektverantwortliche für die "Zmorge" auf den Bauernhöfen zum 1. August. (Bild: zvg / Andrea Camadini)
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"Der 1. August-Brunch ist und bleibt eine Tradition"
Der Brunch oder das "Zmorge" am Schweizer Nationalfeiertag gehören auf den Bauernhöfen in der Region und der Schweiz schon fast zur Tradition. Die Heraus- und Anforderungen nehmen aber von Jahr zu Jahr zu. Dies ist man sich auch beim Schweizer Bauernverband bewusst.
Andrea Camadini ist die zuständige Projektleiterin beim Schweizer Bauernverband und betont die Wichtigkeit der Anlässe auf den Bauernhöfen am 1. August: "Für uns geht es darum den Leute zu zeigen was wir konkret tun. Die Konsument:innen sollen sich ein Bild machen und dazu ein leckeres Frühstück direkt ab Hof geniessen können." Immer wie weniger Endkonsument:innen würden wissen, von wo die Lebensmittel konkret kommen.
Die Nachfrage nach den Brunchs auf dem Bauernhof sei aber nach wie vor sehr gross: "Gut zwei Drittel der Bauernhöfe waren im Vorfeld bereits ausgebucht." Jedoch machen schweizweit "nur" noch 279 Bauernhöfe mit. In den 1990er Jahren waren es einmal über 500. Die Auflagen, die Arbeit und die Vorbereitungen nehmen längst nicht mehr alle Landwirt:innen mehr auf sich. "Wir spüren sicher auch noch immer die Auswirkungen von der Pandemie. Aber ich merke auch, dass die neue Generation nach Hofübernahmen meist zuerst nicht gerade einen 1. August-Brunch organisieren möchte", erklärt Andrea Camadini. Zudem brauche die Durchführung Personal, welches die Bauernbetriebe von ausserhalb organisieren müssen. "Und für das ganz grosse Geld zu machen, sind die 1. August Brunchs sicher nicht da", gibt die Projektverantwortliche zu Bedenken.
Der Verband ist stetig mit den Betrieben dran, um gute Lösungen zu finden. Auf diese Jahr läuft nun ein Pilotprojekt mit einer Ticketplattform: "Wir hatten immer wieder Probleme mit sogenannten No-Shows, also Leute welche reserviert haben, danach aber beim Zmorge nicht auftauchten. Mit der Plattform haben wir nun Planungssicherheit für die Bauernhöfe." Die Besuchenden kaufen ihr Ticket vorab und wenn sie nicht beim Brunch dabei sind, wird ihnen dies auch nicht rückerstattet.
Wohin es mit den Buure-Zmorge am 1. August gehen soll, wo der Verband noch mehr gefordert ist und helfen kann und warum die Brunchs weiterhin so beliebt sind, gibt es im neo1-Wochengespräch zum nachhören.
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