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| Politik

Burgdorf plant trotz Schulden kräftige Investitionen

Burgdorf steckt viel Geld in Schulen, Strassen und Hochwasserschutz. Trotz steigender Verschuldung und hohen Investitionen rechnet die Stadt im Budget 2026 mit einem leichten Gewinn.

In Burgdorf wird weiterhin gebaut und saniert – trotz knapper Finanzen. Der Stadtrat hat das Budget für das kommende Jahr an seiner letzten Sitzung am Montagabend verabschiedet. Geplant sind Investitionen von rund 22,5 Millionen Franken, unter anderem für den Schulstandort Gsteighof, für Hochwasserschutzmassnahmen und für Strassensanierungen.
Damit muss die Stadt rund acht Millionen Franken neue Kredite aufnehmen. Ende nächsten Jahres werden sich die Schulden voraussichtlich auf etwa 130 Millionen Franken belaufen. Die zuständige Gemeinderätin Beatrice Kuster Müller erklärt: "Da stellt sich immer die Frage: Wollen wir investieren, damit Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen gute Bedingungen haben – oder wollen wir einfach keine Schulden machen? Ich bin der Meinung, wir müssen in die Bildung investieren." Trotz der hohen Ausgaben bleibt das Budget ausgeglichen. "Mit einem leichten Gewinn", so Kuster Müller. "Wir haben grosse Sparrunden hinter uns. Es war anspruchsvoll, das Budget im Lot zu halten."

Helfen dürften die wachsenden Steuereinnahmen: Burgdorf hat mehr Einwohnerinnen und Einwohner, und viele von ihnen verdienen besser als früher. Der Steuerfuss bleibt im kommenden Jahr unverändert. Sorgenfrei blickt man in Burgdorf aber nicht in die Zukunft. "Ich bin nicht tief besorgt, aber ich habe im Stadtrat gesagt, man kann nicht einfach sorglos weitermachen", so Kuster Müller. "Darum erarbeiten wir nun eine Finanzstrategie, damit wir auch künftig sagen können: Die Finanzen sind im Lot." Denn auch in Zukunft warten weitere hohe Investitionen.

Die neue Finanzstrategie soll im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgestellt werden.

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