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Burgdorf gibt vier Wände frei für Graffiti

Ab dem 25. Juni darf an vier freigegebenen Standorten in Burgdorf legal gesprayt werden. Damit erfüllt sich ein Jugendantrag betreffend legaler Wände für Graffiti vom September 2021.

Seit Jahren verfolgt die Stadt Burgdorf eine Nulltoleranz-Politik bezüglich Graffiti an den stadteigenen Gebäuden und Infrastrukturen. Sie bringt jede Schmiererei und jedes Kunstwerk zur Anzeige. Junge Graffiti-Künstler/innen wollten dies ändern und reichten im Herbst 2021 beim Stadtrat einen Jugendantrag ein, mit der Bitte, Wände zum legalen Besprayen zur Verfügung zu stellen. Der Stadtrat hiess dieses Anliegen im Januar 2022 einstimmig gut und beauftragte die Verwaltung mit der Suche nach geeigneten Wänden.

Bei der Auswahl der Wände ging es vor allem darum, wem die Wand gehört, erklärt Nicole Chen, Jugendbeauftragte der Stadt Burgdorf. "Jede Wand, die besprayt wird, muss vom Bauinspektor bewilligt werden. Deshalb war klar: Wenn die Stadt Burgdorf auf eine einfache Art und Weise den Künstlerinnen und Künstlern Wände zur Verfügung stellen möchte, müssen diese im Eigentum der Stadt sein." So werden jetzt die Wände von vier stadteigenen Unterführungen dafür freigegeben:

1. Fuss- und Radwegunterführung Nassi
2. Fuss- und Radwegunterführung Bahnhof Oberburg
3. Fuss- und Radwegunterführung Hammerweg (Tiergarten)
4. Unterführung Gyrischachen

Eine fünfte Wand ist im Gespräch. Aufgrund von Sicherheitsabklärungen verzögert sich die Freigabe jedoch noch. Die Wände selber werden vor Ort mittels Schildern gekennzeichnet.

Ob es durch die Freigabe der vier Wände weniger illegale Graffitis gibt, ist sich Nicole Chen nicht sicher. "Aber so können sich lokale Künstlerinnen und Künstler auch lokal versuchen. Ausserdem können so Gespräche mit den Passanten entstehen."

Die Eröffnung der Wände erfolgt mit einem kleinen Event: Graffiti-Künstler:innen lassen in der Unterführung Hammerweg (Tiergarten) erste Kunstwerke entstehen. Am Samstag, den 25. Juni um 14.00 Uhr werden Gemeinderat Christoph Grimm und die Jugendbeauftragte Nicole Chen zu den Gästen sprechen.

Wer jedoch an anderen Wänden sprayt in Burgdorf, werde auch weiterhin konsequent angezeigt. (neo1/pd)

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