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Brandursachen und Brandschutz - ein Blick in die GVB-Statistik

In den letzten Wochen hat es in der Region mehrfach gebrannt: Im Oktober standen ein Bauernhaus in Biglen und eines in Reutigen bei Thun in Flammen, diesen Monat brannte ein Mehrfamilienhaus in Oberbipp, wenig später eines in Wichtrach – neo1 berichtete. Nun hat die Gebäudeversicherung Bern (GVB) neue Zahlen zu Feuer und Brandschäden veröffentlicht. 

Die meisten Brände entstehen laut der GVB durch direkte oder auch indirekte Blitzschläge. 2023 registrierte die GVB fast 500 Schäden durch direkte Blitzschläge und über 2'000 Schäden durch indirekte Einschläge. Bei Letzteren schlägt der Blitz in den Boden ein und verursacht Überspannungen in nahegelegenen Leitungen, was ein Feuer auslösen kann. 

Saisonale Risiken: Winter, Heizen und Weihnachtsbaum

Wie es zu Bränden kommt ist manchmal auch abhängig von der Jahreszeit. Im Winter wird mehr geheizt, Cheminées werden wieder in Betrieb genommen und das erhöht das Risiko für Brände in Wohnhäusern. Ein Klassiker, der auch immer wieder passiert: Weihnachtsbäume, die Feuer fangen, gerade wenn echte Kerzen verwendet werden. Auch vergessene oder falsch platzierte Kerzen sorgen jedes Jahr für Feuerwehreinsätze.

Wohnhäuser am stärksten betroffen

Die GVB zeigt zudem: Die meisten Feuer entstehen in Wohnhäusern. Dort bergen elektrische Geräte ein besonderes Risiko. Darauf weist auch die Beratungsstelle für Brandverhütung hin. Geräte wie Kühlschränke, Tumbler, Abwasch- oder Waschmaschinen sollten, wenn möglich, ganz ausgeschaltet werden statt im Standby zu laufen. Defekte oder alte Geräte sowie überlastete Mehrfachstecker können überhitzen und Brände auslösen.

Viele Brände in der Region

In den letzten zwei Monaten brannte es häufig in der Region. Doch sind wir wirklich stärker betroffen als andere Gebiete im Kanton Bern? Die GVB erhebt diesbezüglich unterschiedliche Daten. Sie zeigen unter anderem auf, wie viele Feuerschäden es pro tausend Einwohner:innen gibt. Das Emmental hat dabei einen Wert von 2,8 Feuerschäden pro tausend Einwohner:innen. Der Oberaargau hat einen Wert von 2,2. Spitzenreiter ist die Region Obersimmental-Saanen, dort gibt es 3,8 Feurschäden pro tausend Einwohner:innen. 

Diese Zahlen sagen aber nichts über die Menge an Einsätzen in den Regionen aus.Die meisten Einsätze wegen Bränden gibt es in der Region Bern-Mittelland, weil dort am meisten Menschen wohnen. Die Schäden seien dort aber oft weniger gravierend als im Emmental oder im Oberaargau. 

So lassen sich Brände verhindern

Es gibt einfache Massnahmen, mit denen sich viele Brände vermeiden lassen, vor allem im Bereich Haushalt. Dort helfen beispielsweise Rauchmelder in den Räumlichkeiten. Gasherde und veraltete Heizungen können ebenfalls zu Bränden führen, genau so wie allgemein alte und defekte Geräte. Es wird empfohlen, diese zu ersetzen. Dazu sollte der Standby-Modus verhindert werden und Mehrfachstecker nicht hintereinander eingesteckt werden. Diese können warm werden und anfangen zu brennen. 

Auch Akkugeräte können gefährlich werden, wenn sie alt oder defekt sind. Am besten alle Geräte mit Akkus auf feuerfesten Unterlagen wie Stein oder Metall aufladen. Das heisst, das Handy nicht im Bett aufladen. Zusätzlich empfiehlt die GVB passend zur Weihnachtszeit auf herkömmliche Kerzen am Weihnachtsbaum zu verzichten und stattdessen LED-Lämpchen zu nutzen. 

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