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Ab damit! Rasieren, Wachsen, Lasern.

Rasieren, Wachsen, Lasern oder wachsen lassen. Bei der Haarentfernung gibt es zahlreiche Methoden mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Zwei Fachfrauen aus der Region ordnen ein, worauf es ankommt. 

Beim Waxing wird warmes oder heisses Wachs gegen die Wuchsrichtung der Haare aufgetragen und mit einem Ruck entfernt. Sugaring funktioniert ähnlich, arbeitet aber mit einer Zuckerpaste aus Wasser, Zucker und Zitronensaft, die in Wuchsrichtung aufgetragen und entgegen der Wuchsrichtung abgezogen wird. Die Methode gilt als besonders schonend für die Haut und geht auf jahrtausendealte Traditionen aus dem alten Ägypten zurück. Beide Verfahren entfernen die Haare samt Wurzel, das Ergebnis hält je nach Haarwachstum drei bis sechs Wochen. Nelli Fazio aus Konolfingen, Inhaberin vom NM Beauty, macht seit Jahren Waxing und Sugaring und sieht klare Nachteile beim täglichen Rasieren: „Wenn ich ans Rasieren denke, sehe ich nur Negatives. Eingewachsene Haare, Rötungen, Reizungen." Wer selber zuhause wachsen möchte, kann das laut Fazio grundsätzlich tun - die Technik entscheidet aber über Erfolg oder Misserfolg: „Man muss die Technik kennen, denn die ist das A und O beim Wachsen. Ansonsten bricht man sich nur die Haare ab, verbrennt sich am Wachs und hat ein schlechteres Ergebnis."

Laser und IPL: Nicht für alle geeignet

Bei Laser- und IPL-Behandlungen wird Licht gezielt vom dunklen Pigment in der Haarwurzel aufgenommen. Die dabei entstehende Wärme zerstört die Wurzel dauerhaft. Weil nur Haare in der Wachstumsphase erfasst werden, braucht es mehrere Sitzungen bis das Ergebnis dauerhaft ist. Mirjana Rohrbach aus Biglen bietet Laserbehandlungen an in ihrem Studio Mirabelle Cosmetics. Nicht jeder Hauttyp und jede Haarfarbe ist dafür geeignet: „Rote, weisse und graue Haare werden beim Lasern leider ausgeschlossen, denn der Laser sieht die Haare nicht und kann nicht in die Haarwurzel eindringen." Auch bestimmte Medikamente oder eine Schwangerschaft schliessen eine Behandlung aus. Trotz der langfristigen Wirkung entscheiden sich viele gegen eine Laserbehandlung „Ich glaube, die meisten haben Angst vor den Schmerzen, und natürlich ist es auch eine Budgetfrage." Tatsächlich liegen die Kosten für eine vollständige Laserbehandlung deutlich über denen einzelner Wax- oder Sugaring-Termine.

Männer und Haarentfernung: Noch immer ein Tabu

Der Anteil männlicher Kunden ist bei Fachbetrieben in den letzten Jahren spürbar gestiegen, Brust, Rücken und Schultern gehören zu den häufigsten Behandlungszonen. Trotzdem bleibt das Thema für viele Männer heikel. Marjana Rohrbach beobachtet einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern: „Die Haarentfernung ist bei den Männern noch sehr schambehaftet. Wir Frauen reden generell offener darüber." Wie unterschiedlich der Umgang damit sein kann, zeigen zwei Stimmen aus der Badi. Ein Mann im Marzili in Bern nimmt es mit Humor: „Leider habe ich als Mann Haare auf dem Rücken. Das finde ich nicht schön, darum müssen diese weg." Ein junger Mann aus der Badi Konolfingen sagt: „Die Achseln und ab und zu die Brust rasiere ich mir - für mich und meine Freunde ist das normal."

Fazit

Die perfekte Methode gibt es nicht, nur die passende für Haut, Alltag und Budget. Rasierer eignet sich für schnelle, günstige Lösungen, Waxing und Sugaring für mittelfristig glatte Haut, Laser und IPL für dauerhafte Ergebnisse bei entsprechendem Aufwand. Klar wird auch: Das Thema betrifft längst nicht mehr nur Frauen.

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