Silja Wenk, Co-Geschäftsleiterin Caritas Bern (Bild: neo1/ Celina Schnyder)
Werbung
40 Jahre Caritas Bern
Von einem kirchlich geprägten Hilfswerk zu einem eigenständigen Verein: Caritas Bern blickt auf 40 Jahre Entwicklung zurück. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Der Einsatz gegen Armut und soziale Ausgrenzung ist aber geblieben.
Caritas Bern feiert dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich die Organisation stark weiterentwickelt. Was einst als kirchlich geprägtes Hilfswerk begann, ist heute ein eigenständiger Verein. Geblieben ist das Ziel, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und Armut zu bekämpfen. "Was geblieben ist, ist der Mensch im Mittelpunkt. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Verändert hat sich aber auch einiges, vor allem die Professionalisierung unseres Vereins", sagt Silja Wenk. Sie ist Co-Geschäftsleiterin von Caritas Bern.
Unterstützung für Menschen mit wenig Geld
"Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Schweiz ein sehr wohlhabendes Land. Trotzdem ist die Schere zwischen Menschen, die viel haben, und jenen, die nur wenig besitzen, auch bei uns sehr gross", ergänzt Silja Wenk. Deshalb bietet Caritas Bern armutsbetroffenen Menschen verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung an. Eine davon ist die KulturLegi. Sie ermöglicht Personen mit knappem Budget den vergünstigten Zugang zu Angeboten aus den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Freizeit. Im Kanton Bern sind mehrere hundert Partnerinstitutionen und Unternehmen dabei und gewähren mit der Kulture-Legi Rabatte von mindestens 30 Prozent.
Daneben betreibt Caritas Bern unter anderem den Caritas-Markt. Dort können Menschen mit wenig Geld Lebensmittel und weitere Produkte zu günstigen Preisen einkaufen. Auch mit dem Secondhand-Angebot "carla by Caritas" werden günstige Einkaufsmöglichkeiten geschaffen.
Armut kann unterschiedliche Ursachen haben
Wer von Armut betroffen ist und wie Menschen überhaupt in eine finanzielle Notlage geraten, sind Fragen, mit denen sich Caritas Bern täglich beschäftigt. Eine Krankheit, eine Trennung, der Verlust der Arbeitsstelle oder andere schwierige Lebensereignisse können dazu führen, dass Menschen finanziell unter Druck geraten. Neben der direkten Unterstützung setzt sich Caritas Bern deshalb auch für bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Bekämpfung von Armut ein. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Verantwortung die Politik übernehmen soll.
"Die Verantwortung sollten alle gemeinsam übernehmen. Sie beginnt auf nationaler Ebene und geht über die Kantone bis hin zu den Gemeinden. Gerade die Gemeinden müssen vor Ort dafür sorgen, dass die Menschen unter lebenswerten Bedingungen leben können, auch dann, wenn sie von Armut betroffen sind und nur wenig Geld zur Verfügung haben.", sagt Silja Wenk, Co-Geschäftsleiterin von Caritas Bern.
Werbung
