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Zwischen Schmerz und Lachen: Andrea Mani und die Kraft der Lebensfreude
Andrea Mani ist eine Frau, die auffällt. Nicht nur wegen der bunten Hosen, Ringelsocken und der roten Clownsnase, sondern vor allem wegen ihrer Haltung zum Leben. Mit 39 Jahren blickt sie auf eine bewegte Geschichte zurück, geprägt von Herausforderungen, die viele Menschen gebrochen hätten. Doch Andrea hat sich für einen anderen Weg entschieden: den der Freude.
Dass sie heute so feinfühlig auf Menschen eingehen kann, hat viel mit ihrem eigenen Weg zu tun. Andrea Mani, in Thun geboren und heute in Hasli, musste schon früh schwierige Erfahrungen machen. Mobbing in der Schule und rund 15 Operationen aufgrund einer Kiefer-Lippen-Gaumenspalte prägten ihre Kindheit und Jugend. „Ich hatte viele Momente, die wirklich nicht zu lachen waren, und trotzdem habe ich meine Positivität nie verloren. Wohl eine meiner grössten Stärken, dass das Leben immer weiter nach vorne geht.“
Ein wichtiger Halt war für sie der Fussball. Auf dem Platz erlebte sie Zugehörigkeit und Akzeptanz. „Fussball war früher mein Rettungsanker. Dort wurde ich einfach so genommen, wie ich war, und es spielte keine Rolle, wie ich ausgesehen habe. Das hat mir sehr viel Kraft gegeben.“
Beruflich führte ihr Weg früh in die Pflege. Schon während ihrer Ausbildung sammelte sie erste Erfahrungen als Clownin, eine Begegnung, die sie nie mehr losliess. Seit 2016 ist sie regelmässig als „Patschli“ unterwegs und verbindet seither Fachwissen, Kreativität und Humor auf besondere Weise.
Doch auch Andrea stiess an ihre Grenzen. Vor zwei Jahren erlitt sie ein Burnout. Die Belastungen aus ihrer Vergangenheit und die intensiven Anforderungen ihres Pflegeberufs holten sie ein. „Ich glaube, die Mischung aus meinem Rucksack, den ich seit der Kindheit mit mir herumtrage, meinen Erfahrungen und dem Stress durch meinen Pflegejob hat dazu geführt, dass irgendwann alles zusammengekracht ist. Irgendwann stand ich in der Küche und wusste nicht mehr, was ich machen sollte. Wo sind die Pfannen? Wo das Besteck? Ich hätte es nicht mehr sagen können. Da hat sich alles bei mir geändert.“
Diese Erfahrung hat ihren Blick auf Menschen nochmals vertieft. Heute bringt sie nicht nur Humor mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für Krisen und Verletzlichkeit. „Ich finde, dass die Burnout-Erfahrung durchaus zu einem Clown passt. Sie macht ihn menschlich, und dadurch verstehe ich viel besser, was bei anderen Personen abgeht. Ich fühle es mehr.“
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